Letzte Woche war ich mit meiner vegetarischen Freundin zum Kochen verabredet. Meine vegetarische Freundin und ich, wir kochen nicht oft zusammen - denn ich bin ihre Fleischzahn-Freundin! Jetzt aber haben wir ein leckeres Rezept gefunden, welches jede Freundschaft retten wird.
Das Besondere an den vietnamesischen Sommerrollen ist, dass sie im Gegensatz zu den Frühlingsrollen nicht frittiert, sondern frisch gewickelt und kalt verzehrt werden.
Nicht fehlen dürfen auf alle Fälle die Reisblätter, die kurz in warmes Wasser gelegt werden. Bevor diese gegessen werden können, müssen sie sich von ihrem kleinen Tauchgang wenige Minuten erholen. Alle restlichen Zutaten sind ganz von Vorlieben (und der jeweiligen Freundin mit der gekocht wird) abhängig und können nach Lust und Laune variiert und kombiniert werden. Frische Sojasprossen, Chinamöhren oder Mungbohnensprossen machen sich herrlich in den Sommerrollen, doch auch die heimische Frühlingszwiebel, Salatpflanzen aus dem Garten und Eier vom Nachbarn schmecken köstlich, wenn sie sich im Reispapier verstecken.
Damit der Fleischzahn nicht tropfen muss (und meine vegetarische Freundin und ich auch weiterhin zusammen kochen können) hier noch ein paar fleischige Zutaten, welche super lecker in den Sommerrollen schmecken: Einfach Hähnchenbrust, Schweinefleisch oder vietnamesische Wurst braten, abkühlen lassen und sie mit den anderen Zutaten in der Sommerrolle kuscheln lassen.
Um die Sommerrolle nicht zur Winterrolle zu machen, sind viele frische Kräuter, Gewürze und ein leckerer Dip für das i-Tüpfelchen ausschlaggebend. Koriander, Basilikum und Kresse ergeben die perfekte Kräutermischung. Fleisch und Gemüse bekommen eine absolut tolle Note, wenn sie mit Sesam, Ingwersaft, Sesamöl und Salz gewürzt werden. Richtig austoben kann sich die Kreativität auch bei den Dips. Tai Sweet, Chilisauce oder eine süßliche Ingwer-Honigsauce geben der vietnamesischen Sommerrolle den letzten Schliff.
Am meisten Spaß macht es wenn alle Zutaten in Schälchen verteilt werden und die geballte Auswahl auf den Tisch gestellt wird. Jeder kann sich so sein Röllchen individuell gestalten und einem geselligem Abend steht nichts mehr im Wege.
Und hier noch der ultimative, ausgeklügelte, rechnerisch optimierte Roll-Tipp! Die Mitte des Reispapiers mit einem 10cm breiten, vertikalen Streifen belegen; oben einen Rand von 2cm, unten einen Rand von 5cm lassen; die Seiten des Reispapiers ca. 1cm zur Mitte falten; den unteren Rand 5cm nach oben schieben und von unter her aufrollen! Wenn alles richtig gemacht wurde, hält die Sommerrolle von allein zusammen, falls nicht - beim nächsten Mal am besten ein Lineal benutzen!
Und jetzt hinein beißen, genießen und fertig ist die asiatische, kalorienarme Antwort auf den Wrap.
Mai 12th, 2009 um 09:54
vietnamesische Sommerrollen???wird wohl nicht mein Favorit-aber der Text ist super geschrieben,bin gespannt auf dein nächstes Rezept(Text)