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Vanille - das Gewürz der Könige

Autor: Ariane
abgelegt in: Allgemein

So schön blüht sie, die Vanille © flickr / AuburnPilot

Elisabeth I. (1533–1603) schätzte Vanille. Zu ihrer Zeit war das Gewürz in England schwer zu bekommen, weil die Spanier das Monopol auf den Vanillehandel besaßen. Ihre Majestät bekam aber trotzdem Vanille unter den Gaumen - über Piraten, wird gemunkelt - und ab diesem Zeitpunkt mussten ihre Nahrungsmittel nach Vanille schmecken. Koste es, was es wolle!

Getrocknete Vanilleschoten © wiki / InisheerDie Spanier hatten die Vanille übrigens aus Mexiko, wo die Azteken sie wohl schon seit Urzeiten gebraucht haben. Zumindest soll der Atzekenkönig Itzcóatl täglich seinen Kakao mit dem Gewürz verfeinert haben. Wie das so ist, wenn ein bestimmtes Gut auf dem Markt rar ist, wurde echte Vanille zu einem sehr wertvollen Gut.

Seit 1874 ist es möglich, Vanillin künstlich herstellen, was die hohen Preise für echte Vanille drückte - unter anderem deswegen habt ihr dieses Gewürz der Könige mit Sicherheit schon mal probiert. Natürlich ist das echte Aroma nur echter Vanille abzugewinnen. Außer Vanillin, synthetisch oder nicht, sind weitere Inhaltsstoffe der Schote für den Vanille-Geschmack verantwortlich und die fallen beim Synthetisieren weg.

Die drei wichtigsten Vanille-Sorten unserer Zeit sind Tahiti-, Guadelope- und Bourbon-Vanille. Die ersten beiden Sorten werden aufgrund ihres speziellen Duftes vor allem für die Parfumherstellung gebraucht. Bourbon-Vanille, die aus unseren Lebensmitteln, wird in Madagaskar angebaut.

Ihr habt noch nie Vanille gegessen? Ihr würdet Euch wundern, wo überall wenigstens Vanillezucker drin ist. ;) Nachfolgend ein paar Rezepte der Geschmacksknospen mit versteckten Vanillebestandteilen.


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