Truthahnbraten ist eigentlich ein traditionelles Thanks Giving Gericht aus den USA. Aber auch an Weihnachten darf das zarte Geflügelfleisch nicht fehlen. Der große Vogel sieht auf der Festtafel auch viel edler aus als die deutschen Würstchen mit Kartoffelsalat.
Die Herausforderung beim Truthahnbraten ist es, den Vogel genau so lange im Ofen zu lassen, dass er nicht zu trocken wird. Wichtig ist auch, dass der Braten vorher lange genug in der Marinade zieht, sonst schmeckt er eher schlaff. Also Leute, ladet eure Freunde und Lieben doch einfach schon mal im Herbst zu einem Testlauf mit Kostprobe ein, dann gibt’s an Weihnachten keine böse Überraschung.
Zutaten (für 4-6 Personen)
1 Truthahnbraten (ca. 800g)
3 Knoblauchzehen
ca. eine Daumenlänge frische Ingwerknolle
2 EL Butter
1Dl Hühnerbrühe
2 EL Zitronensaft
2 EL Senf
1 EL Rosmarinnadeln
1 EL Sojasoße (süß)
1 EL Sesamöl
Pfeffer
Zuerst mal stellen wir die Marinade für den Truthahnbraten her. Dafür Knoblauch und Ingwer pressen und mit den anderen Zutaten, bis auf die Butter, in der Brühe aufkochen. Der Truthhahn kommt nun für mindestens 12 Stunden in die Marinade und sollte öfter darin gewendet werden. Also mit den Vorbereitungen bestenfalls schon einen Tag vor dem Festessen beginnen, dann gibts auch keine Patzer und Zeitdruck!
Ist der Braten gut durchgezogen, wird er in der Butter von allen Seiten angebraten. Stücke vom Ingwer und dem Knoblauch wieder in die Marinade geben und aufbewahren. Der Truthahn kommt danach in einem Bräter in den auf 180° Grad vorgeheizten Backofen und wird mit einem Pinsel großzügig mit der Mariande bepinselt. Nun den Truthahnbraten für ca. 30 Minuten in der Röhre garen und immer wieder mit der Marinade begießen. Vor dem Verzehr mindestens 5 Minuten auskühlen lassen, dann fällt er auch nicht so auseinander.
Durch den Zitronensaft und den Ingwer bekommt das Truthahnfleisch einen schönen, frischen und leichten Geschmack. Dieser weihnachtliche Braten inspiriert von der amerikanischen Küche passt toll zu grünen Bohnen, Rotkraut und Kartoffelpüree und schmeckt auch noch am nächsten Tag kalt mit ein wenig Senf als Brotbelag sehr, sehr lecker. Zu Thanks Giving wird der Braten übrigens mit einer Mischung aus Kürbis und Esskastanien gefüllt.
Guten Appetit!
Oktober 16th, 2009 um 16:56
Das klingt auf jeden Fall sehr lecker und muss demnächst zwingend probiert werden!
Oktober 24th, 2009 um 23:10
Habe einige Verständnisfragen zum Rezept:
Handelt es sich bei dem Rezept mit 800 g (?) um einen ganzen Truthahn??
Alles ohne Salz?
Warum nach dem Marinieren nochmals Ingwer u. Knoblauchstücke in die Marinade? Ist doch schon in gepresster Form seit 12h drin? Sollte m.E. reichen.
Garzeit 30 Min. reicht?
Temperatur 180° C Umluft oder klassische Ober-/Unterhitze?
Oktober 29th, 2009 um 12:50
Hi Stephan,
wie schwer der Truthahn ist, steht meist auf der Verpackung.
Ja, ich benutze kein extra Salz, da die Hühnerbrühe und Sojasoße zusammen schon sehr würzig sind. Außerdem essen wir gerade an Weihnachten eh schon zu viel/ungesund. Aber wem die Marinade zu fad ist, der kann natürlich nachsalzen. Probieren ist beim Kochen das A und O!
Es kommen nicht extra nochmal Knoblauch und Ingwer in die Marinade, sondern die schon gepressten Zutaten werden mit gebraten. Durch die Hitze kommen die Aromen von Knoblauch und Ingwer nochmal richtig schön zum Vorschein.
Tja, Ofen/Garzeit richten sich nach Art des Herds. Ich habe eine klassischen Gasherd mit Flamme von unten. Der ist vorgeheizt Ratz-Fatz heiß. Da jedes Gerät verschieden ist, muss man schon mal einen Blick auf den Braten werfen und etwas nach Gefühl arbeiten.
Deswegen wird ja auch empfohlen, sich schon mal vor den Feiertagen mit dem Rezept vertraut zu machen, damit es am Weihnachten nicht schief läuft.
Ich hoffe, ich konnte dir helfen.
Schöne Grüße