Bisher gab es Korken oder Drehverschlüsse. Die einen konnten zerbröseln, der andere wirkte einfach nur billig. Nun kommt eine Alternative zu beidem auf den Markt.
Muffiger Weingeschmack durch den Korken oder das Billig-Image beim Schraubverschluss gehören vielleicht schon bald der Vergangenheit an, so berichtete die Nachrichtenagentur dpa in dieser Woche.
Einige Winzer im fränkischen Nordheim am Main bei Würzburg setzen auf ein neuartiges System, bei dem das Gewinde auf der Innenseite des Flaschenverschlusses liegt. Noch in diesem Jahr sollen bis zu 800 000 Bocksbeutel, aber auch klassische Flaschen mit dem neuen Verschluss ausgestattet werden, informierte die Winzergenossenschaft DIVINO. Ziel sei es, im kommenden Jahr etwa ein Drittel der rund drei Millionen Weinflaschen der Winzergenossenschaft mit dem neuen Verschluss zu versehen. Mehr als 100 000 Euro seien für die notwendige Maschine aus Frankreich investiert worden.
Die Flasche mit dem neuen Verschluss muss nach wie vor wie bei herkömmlichen Flaschen aufgedreht werden, da die Gewinderillen aber innen liegen, sei die Aluminium-Kapsel nicht als Schraubverschluss erkennbar. Die Außenseiten seien glatt und könnten je nach Vorstellung des Winzers bedruckt werden.
Auf den klassischen Korken müssen Weinliebhaber aber nicht gänzlich verzichten. “Der Korken hat seine Berechtigung beispielsweise bei großen Rotweinen, die durch den luftdurchlässigen Korken noch in der Flasche reifen”, ließ der Winzerverband vermelden.
Die deutschen Weinbauern streiten sich seit Jahren über das richtige Verschlusssystem. Um den Naturkorken hatte es immer wieder Diskussionen gegeben, weil fehlerhafte Korken den Geschmack beeinträchtigen. Als Alternative verwendeten viele Winzer deshalb den Glasstopfen, der eine Weinflasche aber um 30 bis 40 Cent verteuert. Und Drehverschlüssen traue der Verbrauche nun einmal grundsätzlich nicht, denn dahinter verberge sich nach landläufiger Meinung ein ungenießbarer Billig-Wein.
Kenner genießen besser! Und wer zum Kenner werden möchte, kommt an mancher Lektüre einfach nicht vorbei
Eine absolute Empfehlung für Weinliebhaber ist das Buch “Weine degustieren, leicht und spielend” von Kurt Gibel.
Das Besondere ist, dass man hier nicht graue Theorie serviert bekommt, wie es leider in vielen Fachbüchern der Fall ist. Nein, hier werden vielmehr auch andere Sinne zum Lernen animiert. Besonders schön sind die ausklappbaren Wine Maps, dank derer man das Gelesene auch direkt mit Bildern verbinden kann. So macht die Lektüre gleich viel mehr Spaß, denn bekanntlich lernen viele Menschen unter Einbeziehung des Visuellen viel besser.
Die 120 wichtigsten Verkostungsbegriffe und rund 120 Aromen werden dem Benutzer des Werks schnell geläufig. Wie es kommt, dass Weine so verschieden funkeln, riechen und schmecken, erfährt man im zweiten Kapitel. Weitere Buchteile befassen sich mit Essen und Wein sowie Weintemperaturen. Sie sollen dazu animieren, alt gewohnte Pfade zu verlassen und eigene Geschmackserlebnisse zu suchen.
Schön ist auch, dass es sich hier um ein recht dünnes, kompaktes Büchlein handelt- man kann es also problemlos in die Handtasche packen und mitnehmen. Etwa, um im Restaurant ganz dezent
seine eigenen Beobachtungen mit denen des Profis abzugleichen.
So macht Lesen, Lernen und Üben Spaß!
Das Buch gibt es für günstige 9,90€ im Buchhandel.
Nicht zu warm und nicht zu kalt darf er sein. Denn auf die richtige Temperatur kommt es an, damit der gute Tropfen sein Bouquet voll entfalten kann.
Es gibt aber nicht die ideale Trinktemperatur, sondern es spielen eine Reihe von Faktoren eine Rolle.
So sollte sich die Temperatur beispielsweise an der Qualitätsstufe und dem Alter des Weins orientieren.
Die alte Regel, Rotwein nur bei Zimmertemperatur zu genießen, hat übrigens ihre Gültigkeit im Laufe der Zeit eingebüßt: Sie stammt aus einer Zeit, in der die durchschnittliche Raumtemperatur bei 17-19 Grad Celsius lag.
Heute hingegen beträgt sie 20 - 23 Grad Celsius und ist damit für den Wein einfach zu warm.
Als Faustregel gilt zunächst: Im Sommer schmecken alle Weine besser, wenn sie ein wenig kühler als im Winter kredenzt werden - am besten, Sie probieren es einfach mal aus und erschmecken den Unterschied selbst!
Im Zweifelsfall gilt es, den Wein lieber zu kühl als zu warm zu servieren, denn allein beim Einschenken ins Glas erwärmt er sich bereits um 1 oder 2 Grad!
Ein zu kalter Wein ist verschlossen und insgesamt zurückhaltend. Ein zu warmer Wein ist wirkt berauschender als gewünscht und entwickelt störende Nuancen in der Nase.
Jede Weinsorte hat ihre ideale Temperatur, bei der Bouquet und Geschmack sich richtig entfalten.
Zum Messen der Temperatur gibt es verschiedene Weinthermometer.
Da ist zuerst einmal das klassische Thermometer, das oben in eine geöffnete und noch volle Flasche getaucht werden kann. Der Glaskolben taucht in den Wein und misst die Temperatur.
Einfacher in der Handhabung sind die Manschetten, die um eine Flasche gelegt werden und die Temperatur messen. Ohne direkten Weinkontakt ist diese Methode zwar ungenauer aber einfacher zu handhaben. Sie funktioniert im Gegensatz zum klassischen Thermometer auch bei ungeöffneten oder halbleeren Flaschen.
Grundsätzlich sollte man dem Wein genügend Zeit geben, um sich an die richtige Temperatur anzupassen. Manchmal muss es jedoch auch schnell gehen. Um einen Wein zu erwärmen, kann man dann die Flasche oder die Karaffe in eine Schale mit wärmerem Wasser legen oder stellen. Abkühlen geht ebenfalls recht einfach: entweder im Kühlschrank oder in einem mit Eiswürfeln gefüllten Sektkübel.
Jeder kennt diese Szene: der Kellner serviert den Wein, gießt dem Gast ein Schlückchen ein und jener hält das Glas hoch, schwenkt den Wein, riecht, schaut und probiert. Nachmachen kann das natürlich jeder und dabei so tun, als wüsste er, was er tut. Aber besser ist, zu wissen, wie es richtig funktioniert, denn bekanntlich genießt der Kenner umso mehr.
Wein soll in erster Linie ein Genuss sein, für alle Sinne.
Auch beim Wein ist es wie in allen anderen Dingen des Lebens: der Kenner hat den meisten Genuss. So, wie der Kunstexperte ein großartiges Gemälde besser zu schätzen weiß, so wie der Fußballexperte einen bestimmten Spielzug als besonders erachtet, so ergeht es auch dem Wein-Kenner. Je mehr Erfahrung, umso mehr Wertschätzung!
“Degustieren” bedeutet nichts anderes als “probieren” und genau darum geht es auch. Von einer Degustation spricht man in der Regel jedoch nur dann, wenn mehrere Weine verköstigt werden, nicht jedoch bei der Vorab-Probe im Restaurant.
Der Wein wird vor der endgültigen Order gekostet und bewertet, indem er für gut oder weniger gut befunden wird.
Auge, Nase und Geschmack spielen dabei die größte Rolle, also: wie sieht der Wein aus, welches Aroma hat er, wie schmeckt er.
Der Kellner wird in der Regel zunächst dem Gast die Flasche präsentieren und gegebenenfalls nochmals auf Jahrgang, Region und Namen hinweisen.
Der Gast beschaut sich dann am besten zunächst einmal den Korken:
Wie ist seine Substanz?
Wurde er beim Öffnen eventuell zerstoßen?
Korkt der Wein?
Wurde er womöglich schlecht gelagert (Weinspuren seitlich am Korken!) oder der Korken weist Schimmel auf?
Am Korken zu riechen gilt in Kennerkreisen übrigens als verpönt, man wird es jedoch immer wieder zu sehen bekommen.
Viele Menschen sind der Meinung, bereits am Korken das Aroma feststellen zu können, was jedoch ein Trugschluss ist.
Hernach wird der Sommelièr einen Schluck Wein in ein Glas schenken. Dieses Glas wird zunächst möglichst regungslos angehoben, die Farbe des Weines betrachtet, der Wein ungeschwenkt berochen. Riecht er nach Kork, nach Schwefel, nach Oxidation?
Wenn ja, kann bereits jetzt eine andere Flasche verlangt werden.
Anschließend wird der Wein im Glas vorsichtig geschwenkt, das Glas gegen das Licht gehalten und betrachtet, wie der Wein am Glas herab rinnt:
Fließt er schnell?
Hinterläßt er einen öligen Film am Glas?
Wie sieht die Farbe nach dem Schwenken aus?
Wie ändert sich das Aroma durch das Schwenken?
Gibt es nichts zu beanstanden und ist das Aroma bereits überzeugend genug, kann jetzt dem Kellner durch ein dezentes Nicken zu verstehen gegeben werden, er könne den Wein servieren.
Der ambitionierte Wein-Liebhaber wird einen Fehler am Wein in der Regel allein anhand von Korken und Geruch erkennen und selten erst beim Probieren. Dennoch steht es natürlich jedem frei, nach der Korken- und Aroma-Probe einen Schluck zu kosten.
Beim Kosten wird zunächst darauf geachtet, wie die Temperatur des Weines ist.
Ist der Weißwein kühl genug temperiert?
Ist der Rotwein eventuell ZU kühl?
Dann ist natürlich auch der Geschmack an sich ein wichtiges Kriterium. Ein kleiner Schluck wird für etwa ein bis zwei Sekunden im Mund behalten und dann geschluckt.
Wie ist der erste Eindruck?
Wie ist der Wein im Abgang?
Ein ausgiebiges im Mund hin- und her spülen ist in einem Restaurant keinesfalls angebracht, gilt als unhöflich den anderen Gästen gegenüber und gehört eher zu einer offiziellen Degustation.
Auch sollte man auf keinen Fall eine Debatte über Aroma, Nuancen oder Harmonien mit dem Kellner oder dem Sommelier führen. Dies zeugt meistens weniger von Wissen denn von Geltungsdrang und ist auch den anderen Gästen selten angenehm.
In herausragenden Lokalen vertraut der wohlerzogene Gast meist dem Sommelier, denn man kann davon ausgehen, dass dieser sein Handwerk versteht und bereits bei der Auswahl der Weine für das Lokal eine Sortierung trifft. Auch wird er bereits beim Öffnen der Flaschen auf die Qualität achten, den Wein präsentieren und, so kein Einwand kommt, direkt dekantieren.
Wein ist ein Getränk, dessen Qualität von Faktoren wie Herkunft, Boden oder Weinbereitung abhängt. Aufgrund einer strengen Gesetzgebung ist es dem Verbraucher möglich, Herkunft, Typ und Eigenschaften des Weins vom Etikett abzulesen - wenn er weiß, wie.
Die von der EU und den französischen Behörden entwickelte Gesetzgebung schreibt deshalb vor, dass jedes Etikett je nach Weinkategorie bestimmte Informationen über den Wein geben muss.
Die Weinhierachie in der EU kennt dabei zwei Qualitätsstufen, in die jeder in Europa produzierte Wein passen muss.
Entweder ist es ein Qualitätswein mit Herkunftsbezeichnung, also alle AOC, DOC, DO und QbA-Weine, oder es handelt sich um Tafelwein, der mit und ohne Herkunftsbezeichnung auf den Markt kommen darf.
Die wichtigsten Daten, die ein Etikett enthalten sollte, sind die folgenden:
Erzeuger
Der Erzeuger ist derjenige, der den Wein
produziert hat.
Abfüller
Der Erzeuger muss nicht unbedingt die notwendige Ausstattung haben, um einen Wein auch in Flaschen abzufüllen. Sofern der Wein nicht vom Erzeuger abgefüllt ist, wird der Abfüller zusätzlich zum Erzeuger angegeben.
Anbauland
Das Land, aus dem der Wein kommt.
Anbaugebiet
Eine nähere regionale Eingrenzung zur Herkunft des Weines. In Deutschland sind das beispielsweise die 13 Anbaugebiete. In Frankreich, Italien und anderen Ländern ist mit den geschützten Anbaugebieten (AOC, DOC, DOCG…) gleichzeitig ein bestimmter Weintyp festgelegt.
Lage
Die engste Eingrenzung der Herkunft der Trauben, die nicht überall notwendig ist. Eine Lage ist nur wenige Hektar groß, kann aber großen Einfluss auf den Charakter eines Weines haben.
Alkoholgehalt
Die Angabe des Alkoholgehaltes auf dem Etikett ist in allen Ländern vorgeschrieben.
Rebsorte(n)
Die Rebsorte(n), aus denen der Wein besteht, ist eine Angabe, die oft ausdrücklich auf dem Etikett angegeben ist. Sehr gängig ist das in Deutschland oder Österreich, aber auch in Übersee. In anderen Ländern (Frankreich, Italien) ist die Rebsorte bzw. die Rebsorten oft implizit durch das Anbaugebiet festgelegt. So darf ein “Sancerre AOC” beispielsweise nur aus Sauvignon Blanc bestehen.
Der Sauvignon Blanc ist aber trotzdem nicht ausdrücklich auf dem Etikett angegeben.
Prädikate und Klassifizierungen
In den unterschiedlichen Anbauländern und Anbaugebieten gibt es unterschiedlichste Prädikate und Klassifizierungen, mit denen der Wein bezeichnet werden kann.
In Deutschland und Österreich richtet sich das Prädikat nach dem Mostgewicht des Weines.
Die Prädikate reichen von “Kabinett” über “Spätlese” bis hin zu “Trockenbeerenauslese und “Eiswein”.
In anderen Ländern gibt es Klassifizierungen, die vom Erzeuger oder von der Lage abhängen.
Die weltweit am häufigsten verwendete Klassifizierung ist wohl “Reserve”.
Die genauen Vorschriften unterscheiden sich von Anbauland zu Anbauland.
In der Regel handelt es sich aber um einen Wein, der länger gelagert wurde, bevor er in den Verkauf kommt.
Süßegrad
Hauptsächlich in Deutschland und Österreich gängig.
Bei deutschen Weinen bedeutet keine Angabe in der Regel, dass es sich um einen süßen Wein handelt.
Für Weinfreunde und Sammler besonderer Weinflaschen gibt es im Internet wunderbare Tools. Neben solchen virtuellen Dingen wie Weinseminaren oder Weinproben gibt es auch Datenbank, um die Weinsortierung zu erleichtern.
Marktführer unter den Wein-Datenbanken ist derzeit die englischsprachige Website CellarTracker!. Diese Seite bietet die Möglichkeit, seine Weine online zu sortieren und zu archivieren. Man kann notieren, wann man welchen Wein erworben hat, welcher Tropfen wann und wie gemundet hat und behält so einen genauen Überblick über seinen Weinbestand. Die Registrierung ist kostenfrei und CellarTracker! ist mit fast 50.000 Usern bislang eindeutiger Markenführer.
Zahlreiche Weine, beinahe eine halbe Million, um genau zu sein, sind in der Datenbank bereits vorhanden, sodass man in der Regel nur den Wein eingeben und dann auf die hinterlegten Bilder und Daten zugreifen kann. Ist ein Wein noch nicht vorhanden, kann man ihn unkompliziert hinzufügen. Neben der Archivierung und Sortierung gibt es die Möglichkeit, die getrunkenen Weine zu bewerten, Bewertungen mit anderen Usern zu vergleichen und so vielleicht den einen oder anderen neuen Wein zu entdecken. Ein Forum ist ebenso dabei wie etliche Verköstigungsberichte.
Die bislang einzige deutschsprachige Alternative zu CellarTracker! ist im Dezember 2007 erschienen und daher noch sehr jung und nur wenigen Benutzern bekannt. Verkostet nennt sich das Pendant zum amerikanischen Portal. Auch Verkostet ist kostenfrei, folgt den selben Prinzipien wie CellarTracker! und wartet darauf, von zahlreichen deutschsprachigen Weinliebhabern erobert zu werden. Also schön reinklicken, registrieren und mitmischen!
Wer natürlich immer denselben Wein trinkt oder fünf Flaschen sein Eigen nennt, benötigt keine eigene Datenbank. Wer jedoch verschiedene Sorten probiert oder über einen großen Bestand verfügt, dem hilft die Datenbank, den Überblick zu behalten. So kann man auch nach Jahren noch genau nachprüfen, welcher Wein einem besonders gut oder besonders schlecht geschmeckt hat.
Tolle Sache, finde ich ![]()
Auf sowas kann wirklich nur ein Amerikaner kommen. Der Weinhändler Gary Vaynerchuk verkostet seit mehreren hundert Folgen täglich einen Wein- online, im Internet, in seinem Video-Blog. Und die ganze Welt kann ihm dabei zugucken.
Nachdem wir ja nun schon die Online-Weinseminare kennen und wissen, wie gesund Wein ist und dass er immer beliebter bei den Deutschen wird, schauen wir heute mal über den “großen Teich”, ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten, das bislang nicht unbedingt für seine Liebe zu dem edlen Rebensaft bekannt war.
Gary Vaynerchuck ist sozusagen ein Pionier. An fünf Tagen in der Woche überträgt er mittels Videoblog Wein-Verkostungen, um den Nordamerikanern die Vielfalt und die besonderheiten der Weine näher zu bringen. Dabei beendet er jeden Beitrag mit den Worten “You, with a little bit of me, we’re changing the wine world”. An seine Art der “Weinprobe” muss man sich allerdings erst mal gewöhnen, denn sie ist doch etwas anders als die unsere.
Gary spricht schnell, feucht, leidenschaftlich (wie er auch selbst sagt -> “this is the internets most passioned wine-program”), manchmal ein wenig nervig mit seiner für einen Mann doch recht hohen Stimme. Aber seine Liebe zu den Weinen ist deutlich sichtbar, vor allem, wenn er zu teilweise ziemlich unterhaltsamen Vergleichen greift. Bei ihm ist der Wein “funky”, schmeckt wie ein “explodierender Donner am Gewitterhimmel” oder “wie ein nasser Hund auf einem Misthaufen”. Sein Schwenken ist eher ein wildes Schleudern, er inhaliert wie ein Drogensüchtiger - und isst wie ein Ferkel
Er testet spezielle Weine für Vegetarier, Sportler, Steak-Liebhaber, er testet koschere Weine und probiert an einem Tag auch mal 140 verschiedene Sorten. Die Promis sind seine Freunde und er rauscht von Talkshow zu Talkshow, um Amerika für seine geliebten Weine zu begeistern.
Gary ist verrückt, aber liebenswert und auf jeden Fall verdammt unterhaltsam-klarer Fall für die Lieblingsblogs-Liste
Hier gehts nun Zu Garys Videoblog, seiner Wein-Bibliothek .
Und hier zu meiner bislang liebsten Promi-Folge (wo sonst sieht man denn mal jemanden mit Erde, Tabak oder SOCKEN im Mund bei ner Weinprobe?
) Gary und Conan bei einer sehr besonderen Weinprobe
Viel Spaß!
Viele Menschen trinken gerne Wein, aber nur die wenigsten können sich mit Fug und Recht als Weinkenner bezeichnen. Weinseminare und -verköstigungen verschaffen Abhilfe, doch für manchen sind sie zu kostspielig oder zu zeitintensiv. Doch zum Glück gibt es ja das Internet, auch für den Weinliebhaber.
Zugegeben, zum Praxis-Experten wird man durch so ein Online-Seminar nicht. Zumindest solange nicht, solange es noch kein Geschmacks-Internet gibt. Aber wenigstens die Theoriekenntnisse kann man erweitern und das hilft sicherlich bei der nächsten Weinauswahl oder im Smalltalk schonmal weiter. Schaden wird es jedenfalls in keinem Fall, wenn man lernt, die verschiedenen Rebsorten zu unterscheiden und den einzelnen Weinen zuzuordnen. Ebenso wenig wie das Wissen, welcher Wein zu asiatischen Speisen, zum süßen Dessert oder dem würzigen Braten passt, welche Temperatur der Wein haben sollte, wie man richtig dekantiert und und und….
Wer blamiert sich schließlich schon gern, wenn man als Gastgeber den falschen Wein serviert und den dann möglicherweise auch noch direkt aus dem Kühlschrank auf den Tisch?
Hier gehts zum Online-Weinseminar der Uni Trier. Und wenn Sie dann mit dem theoretischen teil fertig sind, muss natürlich auch der praktische Teil folgen: probieren, probieren, probieren!
Selbstverständlich findet man auch so genügend Informationen und muss nicht zwingend ein Seminar besuchen. Wer sich lieber querbeet durch das Wein-Wissen durchliest und nicht gleich ein ganzes Buch zur Hand nehmen möchte, dem sei die Internetseite Wein-Wissen ans Herz gelegt. Am besten dann aber schon mal eine schöne Flasche Wein parat stellen, atmen lassen und einschenken, denn der Weindurst kommt ganz sicher.
Die Geschichte des Weins ist eine alte Geschichte. Über mehr als 8000 Jahre lässt sie sich zurückverfolgen und schon immer spielte der edle Tropfen eine wichtige Rolle in Alltag und Religion. Nicht ganz ohne Grund, weiss man doch heute, dass Wein, in Maßen genossen, versteht sich, gesund hält und schön macht.
“Wein” ist ein klassisches Wanderwort. Das bedeutet, dass sich aus einem ursprünglichen Wort viele sich ähnelnde Bezeichnungen für den Rebensaft gebildet und weltweit verbreitet haben.
Im arabischen “wayn”, griechisch “οἶνος” georgisch “gwino”, althochdeutsch “wîn” oder “winam”, französisch “vin” oder englisch “wine” - die Ähnlichkeiten sind auf den ersten Blick erkennbar, auch wenn man heute kaum noch nachvollziehen kann, woher der ursprüngliche Begriff stammt. Allgemein gehen die Vermutungen dahin, dass es sich um einen persischen Begriff gehandelt haben muss, wurde doch der erste Wein im antiken Persien angebaut.
Insbesondere die europäischen Bezeichnungen sind alle dem lateinischen Wort “vinum” entlehnt. Erklärt wird dies ganz einfach durch die Tatsache, dass sowohl Germanen als auch Kelten erstmals über die Römer in größerem Umfang mit Wein in Berührung kamen und somit den lateinischen Begriff übernahmen. Über spätere Handelsbeziehungen gelangte der Begriff des Weins von den Germanen bis zu den Slawen.
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Neuer Höchststand im deutschen Weinkonsum: Die Branche freuts, aber vor allem die deutschen Weinbauern, die ein deutliches Umsatzplus verzeichnen können.
Der Weinkonsum in Deutschland hat im vergangenen Jahr mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von rund 21 Litern einen neuen Höchststand erreicht. Rechnet man Schaumwein hinzu, beträgt der Verbrauch pro Person sogar über 24 Liter.
Das besagt zumindest die Bilanz des Deutschen Weininstituts (DWI). Demnach wurden in Deutschland von August 2006 bis Juli 2007 insgesamt 16,9 Millionen Hektoliter Wein verkauft. Auf den Pro-Kopf-Verbrauch umgerechnet bedeutet dies ein Plus von einem halben Liter im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Etwa 20 Prozent des Weinkonsums entfällt auf die Gastronomie, während die restlichen 80 Prozent in den heimischen vier Wänden genossen werden.
Die Tendenz geht auch vermehrt zu deutschen Weinen, so die Statistik.
Demnach bevorzugen rund 46 Prozent der Deutschen einen Wein aus eigenen Landen, während Sorten aus Spanien und Portugal immer seltener konsumiert werden. Exotische Sorten aus Südafrika, Chile und Australien sind hingegen bei den Käufern so beliebt, dass sich die Umsätze teilweise verdreifachten.
Umgekehrt steigt im Ausland der Absatz der deutschen Weinsorten stetig an.
Schon seit zehn Jahren steigt der Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland ununterbrochen an, statistisch gesehen um 2,5 Liter pro Person. Mit diesem Nachfragevolumen befindet sich Deutschland nun mehr auf Platz vier der Wein konsumierenden Länder der Welt. Unangefochten auf Platz eins befindet sich nach wie vor Frankreich mit einem Verkauf von rund 33 Millionen Hektolitern.
Ebenfalls auf dem Vormarsch sind Weinverköstigungen, Weinseminare oder auch interaktive Weinlehrgänge. Man will eben wissen, was man so gerne trinkt.