Geschmacksknospen

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Immer wieder die gleichen Gerichte zu Weihnachten. Klar, Tradition ist was Feines, aber man könnte durchaus einmal etwas Neues ausprobieren.

Gänsebraten zu Weihnachten ist vielen zu aufwändig. Die in Berlin traditionellen Würstchen mit Kartoffelsalat zu Heiligabend sind beileibe nichts Besonderes und Karpfen ist auch nicht jedermanns Sache.

Anstelle des traditionellen Gänsebratens bietet sich ein ebenso delikates Gericht an: Hummer ist geschmacklich abwechslungsreich und hat immer den Hauch des Exklusiven. Mittlerweile kann man ihn tiefgefroren erwerben, man muss ihn dann nur über Nacht auftauen lassen.

Die Zubereitung selbst ist denkbar einfach - der Hummer muss lediglich fünf Minuten kochen, ein frischer Salat, sowie Baguette und ein Dressing runden das Festessen ab. Pro Person sollte einer der Panzerkrebse zur Verfügung stehen. Das Fleisch lässt sich relativ einfach aus der festen Schale holen.

Hummer © Flickr/Bethany L King

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Für die besonderen Anlässe lässt man schon mal einen Hummer knacken. Doch das Essen und Zerlegen ist in der Tat eine Kunst für sich. Ursprünglich war das Hummer-Essen eine Sache armer Leute, da es früher derart viele gab.

Traditioneller Weise werden Hummer lebend in kochendes Wasser geworfen.  Wer das nicht über’s Herz bringt, sollte überlegen sich einen tiefgekühlten Hummer zu kaufen. Wer damit kein Problem hat, sollte beim Kauf darauf achten, dass der Hummer sich noch bewegt und nicht lahm wirkt. Das Wasser sollte mit Gewürzen, Knoblauch und beispielsweise Weißwein versetzt sein.

Der Hummer kocht je nach Größe unterschiedlich lang und damit ändert sich die Farbe in das bekannte Rot. Ein 500 Gramm schweres Tier sollte 10 bis 15 Minuten gekocht werden. Ein Hummer, der drei Kilogramm wiegt, braucht ungefähr 45 Minuten bis er gar ist. Fertig ist der Hummer, wenn das Fleisch weiß und fest ist. Tiefkühl-Hummer brauchen nach dem Auftauen nur fünf bis zehn Minuten.

Das Zerlegen und Verzehren

Den gekochten Hummer hält man auf einem Schneidebrett ganz fest. Der Schnitt mit einem großen, scharfen Messer oder einer Hummerschere setzt man entlang der Symmetrie-Achse an. Achtung: Der dunkle Teil des Hummers ist der Darm - in der Nähe des Schwanzes. Diesen kann man aber einfach herausziehen.

Hummer © Flickr /Bethany L King
Ein Hummer wird erst nach dem Kochen rot.
Die Scheren der Hummer muss man mit einer Hummerzange “knacken”. So bezeichnet man das Abdrehen der Scheren. Das jetzt sichtbare Fleisch kann man mit einer Gabel oder einem kleinen Stoßwerkzeug herauspuhlen.

Das meiste Fleisch erhält man vom Schwanz und von den Scheren. Das Fleisch in den Beinen ist aber auch genießbar. Als Dipp eignet sich Cocktailsauce.


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Jakobsmuscheln sind, so sind sich Gourmets in aller Welt einig, eine Delikatesse. Etwas deutsch angehaucht, aber keineswegs altbacken oder langweilig, kommt dieses Rezept für Jakobsmuscheln auf Sauerkraut mit Safransauce daher.

Sieht schön aus, schmeckt noch besser: die Jakobsmuschel. ©James Jordan/ Flickr

Zutaten:

  • 40 g Butter
  • 1 Tomate, abgezogen, entkernt und grob gehackt
  • 6 Jakobsmuscheln, aus der Schale gelöst
  • 1 TL Wermut, trocken
  • 180 g Sauerkraut, gekocht
  • 1 Schalotte, gehackt
  • 1 Messerspitze Safran
  • 1 TL Cognac
  • 3 dl Sahne
  • 60 g Champignons, in dünne Scheiben geschnitten
  • Zubereitung:
    Die Butter in derPfanne zerlassen, die Schalotten dazugeben und glasig dünsten.
    Dann die Jakobsmuscheln, den Safran und etwas Salz hinzufügen, mit Cognac und Wermut ablöschen, die Tomatenwürfel und die Champignonsscheiben zugeben und etwa 2 Minuten dünsten.
    Anschließend die Sahne dazugeben und die Muscheln weitere 6 bis 8 Minuten dünsten.
    Die Jakonsmuscheln herausnehmen und in eine vorgewärmte Schüssel legen.
    Die Sauce einkochen, bis sie dick wird, mit Salz und Pfeffer würzen.
    In einer zweiten Pfanne das gekochte Sauerkraut aufwärmen.
    In den geputzten und vorgewärmten Jakobsmuschelschalen das Sauerkraut verteilen.
    Die Muscheln darauf legen und mit der Sauce überziehen.
    Mit Safranfäden bestreuen und sofort servieren.

    Guten Appetit!


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    Dieses Rezept eignet sich ideal für den Einstieg in der Zubereitung von Jakobsmuscheln und als Vorspeise für ein romantisches Abendessen.

    Köstlich: Jakobsmuscheln in warmer Buttersauce ©adactio/ Flickr

    Zutaten für 2 Personen:

    • 6 Jakobsmuscheln, frisch, ausgelöst
    • Salz, Pfeffer
    • 40 g Butterschmalz
    • 1 kleine Zwiebel oder Schalotte (fein gehackt)
    • 1 Knoblauchzehe (fein gehackt)
    • 75 g Butter
    • 2 TL Zitronensaft, frisch gepresst
    • 1 Bund Petersilie (fein gehackt)

    Die Muscheln reinigen und öffnen (wie hier beschrieben). Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen, bis es flüssig ist.
    Das Muschelfleisch pfeffern und salzen und dann im zerlassenen Butterschmalz von beiden Seiten anbraten, bis es leicht goldbraun ist. Vorsicht: nicht zu lange erhitzen, da das Fleisch sonst zäh wird!
    Die Muschel warm stellen und die Zwiebel, den Knoblauch und die Butter in die Pfanne geben. Alles leicht anbräunen, dann den Zitronensaft dazugeben und die Petersilie kurz darin schwenken.
    Muscheln auf Vorspeisentellern anrichten und die Zwiebel-Knoblauch-Butter darüber geben.

    Köstlich dazu: frisches französisches Baguette!


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    Jakobsmuscheln

    Autor: Ariane
    abgelegt in: Allgemein, Delikatessen

    Richtig zubereitet schmecken Jakobsmuscheln wirklich sensationell!

    Die Jakobsmuschel ist das Zeichen der Pilgerer ©fotodawg/ Flickr

    Die Jakobsmuschel ist eine Art der Kammmuscheln (Pectinidae) und gehört zu den größten und schmackhaftesten essbaren Muscheln der Welt. Die besten Fanggebiete findet man entlang der Britischen Inseln. Verbreitet ist die Jakobsmuschel (oft auch als große Pilgermuschel bezeichnet) aber auch entlang der Atlantikküste bis hinab nach Südportugal und ans Mittelmeer.

    Fangsaison ist von November bis März, die Muscheln werden auch ganzjährig tiefgefroren angeboten.
    In Chile werden verwandte Arten auch in Aquakultur gezüchtet, die ebenfalls als Jakobsmuscheln in den Handel kommen.

    Der Name “Jakobsmuschel” geht auf den heiligen Jakobus, den Schutzpatron der Pilger, zurück, dessen Erkennungszeichen die Muschel ist.
    Daher ist die Jakobsmuschel auch als das Symbol der Pilger, insbesonderer derer vom Jakobsweg, bekannt und wird auch als “große Pilgermuschel” bezeichnet.

    Zum Ursprung des Namens gibt es diverse Legenden, in denen meist ein Ertrinkender im Beisein von Jakobus oder von ihm selbst gerettet wird und eine oder mehrere Jakobsmuscheln aus dem Wasser mitbringt.
    Ein unter Jakobspilgern verbreiteter Brauch ist es, den Pilgerpfad nicht in Santiago de Compostela zu beenden, sondern 60km weiter zum Cap Finisterre zu wandern, um dort aus dem Meer eine echte Jakobsmuschel zu sammeln.

    Jakobsmuscheln sollten ganz frisch gekauft werden, die Schale muss geschlossen sein oder sich durch leichtes “antippen” schließen. Geöffnete Muscheln sind unbrauchbar!
    Die Schalen der Jakobsmuscheln sollten nicht beschädigt sein. Biegt sich die Muschel beim Braten nach oben, hat man ein weiteres Anzeichen für ihre Frische.

    Ideal sind Jakobsmuscheln, nach denen “von Hand” getaucht wurde.
    Auch das “Wässern” ist keine gute Idee: Die Jakobsmuscheln saugen sich mit dem Wasser voll und beim Braten läuft es wieder aus und verwässert so den Fond.

    Muscheln gelten allgemein als Aphrodisiakum ©adactio/Flickr

    Zum Öffnen legt man die flache Schale nach oben und schneidet mit einem Messer innen an der oberen Schale entlang und klappt dann die flachere Schale hoch. Alle schwarzen Innereien und der Bart werden entfernt. Verwendet werden nur der zylinderförmige, weiße Muskelstrang zwischen den Klappen und der orangerote Rogen (Corail). Er gilt als besondere Delikatesse.
    Das Fleisch hat einen nussigen, etwas süßlichen Geschmack. Den Rogen können Sie für Fischsaucen verwenden und diese so besonders fein abschmecken.

    Ein großer Vorteil der Jakobsmuschel ist, dass ihr Fleisch hervorragend zu den verschiedensten Gewürzen und Beilagen passt, man kann also gerne auch mal etwas experimentieren.
    Von Kardamom und Vanille über Paprika bis hin zu den klassischen Kräutern der Provence ist alles möglich.
    Auch mit Kognac flambierte Muscheln schmecken köstlich, ebenso wie Jakobsmuscheln mit Tomaten-Oliven-Pesto oder Jakobsmuscheln an Kokos-Bananen-Balsamico. Der Phantasie des Gourmets sind schier keine Grenzen gesetzt!

    Da man Muscheln eine aphrodisierende Wirkung nachsagt, eignen sie sich natürlich auch ideal für romantische Abende und die erotische Küche. ;-). Hier gibt es schon mal ein Rezept für den Einstieg. Na dann guten Appetit.


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