“Knigge” wird ja heute oftmals belächelt. Doch unterschätzen sollte man die Wirkung von guten Manieren auf keinen Fall, denn unterbewusst achten wir eben doch darauf wie sich unser Gegenüber benimmt. Gerade wenn man jemanden noch nicht kennt entscheiden wenige Sekunden darüber ob man jemanden mag. Oder eben nicht.
Wenn man auch manchen Fopa verzeihen kann (und den sogar irgendwie süß findet), so hört bei vielen der Spaß am Tisch auf. Damit das nicht passiert widme ich den heutigen Beitrag den wichtigsten Tischmanieren als Gast nach Knigge.
Couscous ist ein wichtiger Bestandteil der afrikanischen Küche und schmeckt sowohl warm als auch kalt sehr lecker. Dieser exotische Salat mit Granatapfelkernen ist eher für die Wintermonate gedacht, da Granatäpfel bis Dezember geerntet werden und sich sehr gut zur Lagerung eignen.
Couscous Salat ist günstig, schnell gemacht und sättigt sehr gut, ohne Magen und Verdauung all zu sehr zu belasten. Die kleinen Kügelchen aus Weizengrieß, Hirse und oder Gerste gibt es mittlerweile auch bei uns in gut sortierten Supermärkten als Instant-Version, die man nur in Wasser aufkochen muss. Traditionell wird Couscous jedoch in einem Sieb über einem Topf mit Gemüse und andren Beilagen im Wasserdampf gegart.
Um das Rezept etwas gesünder zu gestalten, kann man übrigens auch Vollkorn-Couscous aus dem Bioladen nehmen. Dieser enthält viel Eisen, das durch das Vitamin C der Granatäpfel noch besser aufgenommen wird. Couscous Salat eignet sich auch als leichte und dennoch sättigende Zwischenmahlzeit auf der Arbeit. weiterlesen »
England ist ja nicht gerade berühmt für seine Esskultur. Es gibt allerdings auch Ausnahmen, die durchaus schmackhaft sind. So zum Beispiel das Eton Mess.
Dieses typisch englische Dessert verdankt seinen Namen dem Eton College und wird traditionell zum Picknick anlässlich des alljährlichen Cricket-Turniers gegen das Winchester College gegessen. Die Engländer essen es aber gern auch beim Pferdederby, ein klassisches Sommerdessert eben. Eton Mess besteht hauptsächlich aus Erdbeeren, Baiser und Sahne und das Rezept ist schnell und unkompliziert in 15 bis 20 Minuten nachzumachen.
Der Eiswein ist ein Süßwein, der sich durch eine besonders frische Säure auszeichnet. Da bei dem bis in den Winter dauernden Anbau viele Trauben dem Wetter zum Opfer fallen, gilt er als wertvolle Rarität unter Weinexperten und -Sammlern.
Eiswein ist eine besonders begehrte leichte bis mittelschwere Weinsorte, die durch eine fruchtige Süße und spritzige Säure zum Hochgenuss wird, der auch schon in jungen Jahren köstlich schmeckt. Er wird hauptsächlich aus hellen Weintrauben von bester Qualität gewonnen, die in einem aufwändigen Verfahren mitten im Winter geerntet werden. weiterlesen »
Ein Liebes-Dinner sollte etwas Besonderes sein. Wer seinen Liebsten oder seine Liebste romantisch bekochen will sollte von Nudeln mit Tomatensoße absehen. Lovefood: Liebe geht eben durch den Magen.
Ganz wichtig bei einem Liebes-Dinner ist, dass Ihr leichtverdauliches kocht. Der Magen sollte nicht randvoll sein, sonst wird man nur träge. Außerdem soll ja noch Platz für eine Nachspeise bleiben
Ein lilafarbenes Geheimnis und der perfekte Begleiter zu den ,,Roast Potatoes“!
Schon gewusst? Bis zum 17. Jahrhundert war die Karotte violett oder weißlich-gelb. Die orangefarbene Variante wurde in den Niederlanden gezüchtet um den Farben der königlichen Familie zu entsprechen. Heute ist die Karotte in einer bunten Vielfalt zu finden – orange, gelb, weiß, golden und eben violett!
Aber manche Dinge haben sie alle gemeinsam:
Marzipan gehört zum Winter wie der Weihnachtsmann zu Weihnachten. Der Süßteig aus Zucker, Mandeln und Rosenwasser ist nicht nur köstlich, sondern auch sehr vielseitig.
Hierzulande bringt man Marzipan unweigerlich mit der Hansestadt Lübeck in der Verbindung, obwohl es sich bei der Süßigkeit keineswegs um eine hanseatische, sondern eine persische Erfindung handelt, die ursprünglich orientalischen Haremsdamen das Leben versüßte.
Bereits die Kreuzritter lernten auf ihren Raubzügen das Marzipan schätzen und brachten es nach Venedig mit.
Hanseleute sorgten dann um 1200 für eine Verbreitung bis in den hohen Norden. Noch bis in das Jahr 1450 stellten vorwiegend Apotheken Marzipan her.
Beigemengt in Medizin versüßte es so manch bittere Pille.
Doch die Herstellung blieb so teuer, dass sich nur Adlige und reiche Hansekaufleute die Köstlichkeit leisten konnten, sei es als Medizin oder zum Genuss.
Ab 1800 änderten sich die Produktionsbedingungen. Der Anbau der Zuckerrübe in Mecklenburg-Vorpommern machte teure Übersee-Importe des Zuckers überflüssig und so verbilligte sich die Produktion des Marzipans erheblich.
Doch erst im Jahre 1800, als ein Konditorgeselle namens Johann Georg Niederegger aus Ulm kommend, die Maretsche Conditorey am Lübecker Markt übernahm, begann das Marzipanwunder der Hansestadt Lübeck. Gemeinsam mit 28 weiteren “Marcipan-Fabrikanten” wurde um 1900 nicht in Pfunden, sondern in Zentnern produziert. weiterlesen »
Sie zählt zu den sogenannten “alten Gemüsen“, war zeitweise als Arme-Leute-Essen verschrien und unbeliebt und wird nun wieder populärer: die Steckrübe.
Steckrüben oder Kohlrüben, auch Erdrüben, Schmalzrüben, Bodenkohlrabi, Unterkohlrabi, Dorschen, Ramanken (nur in der Osnabrücker Gegend), Wruken, Kullochen, Schwedische Rüben, Rutabaga genannt, sind eine zu den Kreuzblütlern gehörende Gemüseart.
Die Pflanze gehört zur gleichen Spezies wie der Raps und ist auch mit Kohl und Senf eng verwandt.
Sie ist zu unterscheiden von der Speiserübe
In Notzeiten waren Steckrüben mehrfach die letzte Nahrungsreserve für einen Großteil der Bevölkerung.
In die Geschichte eingegangen ist der so genannte deutsche Steckrübenwinter während des ersten Weltkriegs 1916/1917 (”Früh Kohlrübensuppe, mittags Koteletts von Kohlrüben, abends Kuchen von Kohlrüben”), weshalb die Steckrübe damals auch Hindenburg-Knolle genannt wurde.
Andere Begriffe waren je nach Region ostpreußische oder lippische Ananas sowie Oldenburger Südfrüchte.
Da die Kartoffelernte im Herbst 1916 eine Missernte war, wurden Steckrüben als Ersatz herangezogen.
Sie waren vorher hauptsächlich als Schweinefutter angebaut worden.
Da viele Lebensmittel in Deutschland knapp waren, dienten Steckrüben als Basis für die verschiedensten Gerichte, 1917 erschienen eigens Steckrüben-Kochbücher.
So gab es Rezepte für Steckrüben-Marmelade, Aufläufe, Suppen, Sauerkraut-Ersatz aus Steckrüben und sogar Steckrüben-Kaffee.
Das Rezept lautete: „Steckrüben raspeln und im Ofen trocknen. Die getrockneten Rübenschnitzel werden dann durch eine Kaffeemühle gedreht. Wie normales Kaffeemehl behandeln.“
Bis zu 1,5 kg schwer kann die Steckrübe mit ihrer gelben bis braun rötlichen Schale werden.
Überraschend vielfältig sind ihre Zubereitungsmöglichkeiten:
Ob als Gemüse, Püree, gebraten als Gemüsesteak, in Aufläufen oder als Zutat in Eintöpfen - immer schmeckt sie ausgezeichnet und überzeugt mit leicht süßlichen und pikanten Geschmacksnuancen. Auch „Steckrübenfritten“, in Stäbchen geschnitten und in Rapsöl frittiert, sind eine leckere und originelle Speise.
Zur Zubereitung werden Steckrüben in der Regel geschält, in dicke Stifte oder Würfel geschnitten, mit Fett und Flüssigkeit gedünstet und nach Rezept weiterverarbeitet.
Angeregt durch den Inhalt meiner wöchentlichen Biokiste geht es nun um alte Gemüsesorten, die wieder im Trend sind.
Heute: Topinambur.
Der Name klingt asiatisch, aber Topinambur war bis Ende des 18. Jahrhunderts ein Grundnahrungsmittel in Deutschland. Überlebende einer Hungersnot unter französischen Auswanderern in Nordamerika schickten 1610 einige der unbekannten Knollen, die ihnen das Leben gerettet hatten, nach Europa, auch in die “Hauptstadt der Küche” nach Paris sowie in den Vatikan als Sammelplatz für Wunder aller Art. Zuerst wurde die Topinambur als Nutzpflanze gezüchtet, die Knollen wurden erst Jahre später ein wichtiges Nahrungs- und Futtermittel. Dann fanden sie jedoch rasche Verbreitung, wurden aber bereits ab etwa 1780 durch die Kartoffel vom Speiseplan verdrängt.
Die Topinambur-Pflanzen zählen zur selben Gattung wie die Sonnenblume.
Mancherorts in Baden wird Topinambur auch nur als Erdapfel bezeichnet.
Ebenso wie die Sonnenblume hat Topinambur große Blätter und kräftig-gelbe Blüten.
Weitere Namen für die Pflanze sind auch Erdartischocke, Erdäpfel, Erdbirne,
Erdschocke, Erdsonnenblume, Ewigkeitskartoffel, Indianerknolle, Jerusalemartischocke, Kleine Sonnenblume, Knollensonnenblume, Rosskartoffel oder auch Zuckerkartoffel. Die Bezeichnung Erdbirne (Erdäpfel) wird in Süddeutschland, Österreich und in der Schweiz auch als Name für die Kartoffel verwendet, also nicht verwechseln.
100 Gramm Topinambur haben einen Brennwert von 140 Kilojoule (circa 30 kcal) und enthalten in etwa 14 mg Kalzium, 3,4 mg Eisen, 4 mg Natrium, 2 mg Vitamin A (RE) und 4 mg Vitamin C. Sie bestehen aus etwa 78 % Wasser, 2,4 % Eiweiß, 0,4 % Fett, 17,4 % Kohlenhydraten und 1,6 % Ballaststoffen. Aber Vorsicht, Blähungen sind auch inklusive!
Die Knollen sind bei Diabetikern beliebt, da sie zu 16 % aus Kohlenhydraten in Form des Mehrfachzucker Inulin (nicht mit dem Hormon Insulin zu verwechseln!) bestehen.
Die Knolle kann sowohl roh als auch gekocht verzehrt werden.
Für die Zubereitung wird Topinambur gut abgebürstet und anschließend ähnlich den Kartoffeln gekocht, gedämpft oder gebraten. Im Salat schmeckt roher Topinambur süßlich, nussartig.
Die Geschichte des Weins ist eine alte Geschichte. Über mehr als 8000 Jahre lässt sie sich zurückverfolgen und schon immer spielte der edle Tropfen eine wichtige Rolle in Alltag und Religion. Nicht ganz ohne Grund, weiss man doch heute, dass Wein, in Maßen genossen, versteht sich, gesund hält und schön macht.
“Wein” ist ein klassisches Wanderwort. Das bedeutet, dass sich aus einem ursprünglichen Wort viele sich ähnelnde Bezeichnungen für den Rebensaft gebildet und weltweit verbreitet haben.
Im arabischen “wayn”, griechisch “οἶνος” georgisch “gwino”, althochdeutsch “wîn” oder “winam”, französisch “vin” oder englisch “wine” - die Ähnlichkeiten sind auf den ersten Blick erkennbar, auch wenn man heute kaum noch nachvollziehen kann, woher der ursprüngliche Begriff stammt. Allgemein gehen die Vermutungen dahin, dass es sich um einen persischen Begriff gehandelt haben muss, wurde doch der erste Wein im antiken Persien angebaut.
Insbesondere die europäischen Bezeichnungen sind alle dem lateinischen Wort “vinum” entlehnt. Erklärt wird dies ganz einfach durch die Tatsache, dass sowohl Germanen als auch Kelten erstmals über die Römer in größerem Umfang mit Wein in Berührung kamen und somit den lateinischen Begriff übernahmen. Über spätere Handelsbeziehungen gelangte der Begriff des Weins von den Germanen bis zu den Slawen.
Ein Getränk, das sich über Jahrtausende einer solchen Beliebtheit erfreut, verfügt vermutlich über vielseitige Vorzüge, die über den guten Geschmack hinausgehen. Dies belegen auch zunehmend Studien, bei denen der Wein auf seinen medizinischen und kosmetischen Nutzen hin untersucht wird. Voraussetzung ist freilich ein Genuss in Maßen, denn auch Wein kann bei übermäßigem Genuss rasch in die psychische und physische Abhängigkeit führen.
1979 fiel in einer solchen Studie erstmals der Begriff “french paradoxon”. In dieser Studie wurde festgestellt, dass die Einwohner Süd- und Südwestfrankreichs trotz überdurchschnittlich fetthaltiger Ernährung weniger anfällig für Herzerkrankungen waren als andere Europäer. Mittlerweile sind etwa 60 Untersuchungen zu diesem Thema erschienen. Die Schlussfolgerung all dieser Studien ist ähnlich: Es liegt an dem moderaten Genuss von Wein.
Auf den ersten Blick ist Wein lediglich gegorener Traubensaft, von dem ein Liter etwa 100 Gramm Alkohol enthält.
Die verschiedenen Traubensorten, Anbaugebiete, das jeweilige Klima, Wetter und die Verarbeitung geben dem Weins einen ganz speziellen Charakter.
Die gesundheitsfördernsten Eigenschaften des Weines stammen direkt aus der Traube, vor allem aus der Schale und den Kernen.
Sogenannte Polyphenole, Pflanzenstoffe, die von der Pflanze selbst gebildet werden, kommen auch in Gemüse, Obst und Getreidesorten vor, allerdings sind Trauben und Traubenkerne besonders reich an diesen Verbindungen. Diese Polyphenole können Zellschädigungen durch freie Radikale abblocken, sie wirken als Antioxidantien, weswegen sie auch als krebshemmend gelten. Sie heben zudem das gute HDL-Cholesterin und senken das schlechte LDL-Cholesterin, wirken sie gefäßerweiternd und gefäßentspannend und vermindern dadurch das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen. Außerdem senken sie die Anfälligkeit für Thrombosen.
Ein weiterer wichtiger Inhaltsstoff in Sachen Gesundheit ist der Alkohol.
Zwar gilt Alkohol als Zellgift, in geringen Dosen kann er aber ebenfalls gesundheitsfördernd wirken, denn auch er wirkt gefäßerweiternd, verbessert den Cholesterinstoffwechsel, hebt das HDL-Cholesterin an und senkt das LDL-Cholesterin. Zusätzlich hemmt Alkohol die Verklumpung der Blutkörperchen, wodurch sich das Risiko einer Thrombose mindert.
Diese positiven Auswirkungen des Getränkes auf das Herz-Kreislauf-System schien man schon vor gut 2000 Jahren zu kennen. So liest man in der Bibel bereits “Der Wein erfreut des Menschen Herz.” (Psalm 104, 15).
Aber nicht nur die Gesundheit wird bei moderatem Genuss gefördert, sondern auch die Schönheit.
Besonders im Wellness-Sektor hat man den Wein und die Weintrauben entdeckt. So werden auf etlichen Schönheitsfarmen bereits Vinotherapien angeboten. Dazu gehören zum Beispiel Gesichtsmassagen mit Wein oder Körperpeelings mit Traubenkernölschlämmen. Und Firmen wie L`Occitane verwenden Weintrauben als Basis für ihre Kosmetik.
Für diejenigen, die Alkohol gänzlich ablehnen, bietet sich alkoholfreier Traubensaft als gesunde Alternative an.
“Der Wein ist eine Medizin, wenn er aber ohne Manier getrunken wird, ist er ein Gift. Der Wein ist eine Erquickung des Herzens, wenn er aber ohnmäßig getrunken wird, ist er ein Tod der Seele.” - Abraham a Sancta Clara