Säfte selbst zu machen ist eigentlich gar nicht schwer, aber trotz allem nimmt sich kaum noch einer Zeit dafür. Viel mehr tendiert man dazu, Säfte aus der Packung oder aus der Flasche zu kaufen, die oftmals mit Konservierungsstoffen und ähnlichen Zusätzen angereichert sind.
Säfte können mit einer Handpresse oder mit einem Entsafter hergestellt werden. Natürlich bedarf es ein wenig der Vorarbeit, denn die Früchte und das Gemüse wollen geschält und geschnitten sein, aber das Ergebnis ist wesentlich vitaminreicher und gesünder als die Supermarkt-Variante.
Zitrusfrüchte wie Orangen oder Zitronen können manuell mit einer Handpresse ausgedrückt werden. Dabei erübrigt sich das schälen oder zerkleinern. Für einen Liter Saft benötigt man 1,5 bis 2 kg Früchte.
Entsafter erleichtern die Arbeit ungemein, erst recht, wenn es sich um Gemüsesäfte handelt. Karotten oder Sellerie zu zerkleinern wird damit zu einem echten Vergnügen anstatt zu einer wahren Kraftanstrengung.
Oftmals wird Saft mit einer Saftzentrifuge hergestellt. Bei besonders großen Mengen rentiert sich auch ein Dampfentsafter, der knapp neun Liter Fassungsvermögen hat. Dabei handelt es sich um einen mehrteiligen Topf mit verschiedenen Einsätzen und einem Ablassrohr.
Den unteren Teil des Topfes befüllt man mit Wasser, danach kommt der Aufsatz, in dem der Saft sich sammeln kann, darüber und ganz oben wird ein Siebaufsatz für die Früchte angebracht. Um den Saft länger haltbar zu machen, ähnlich wie beim Kochen von Marmelade, muss dieser zusammen mit Zucker (ca. 1:1) aufgekocht und heiß in sterile Flaschen abgefüllt werden.
Beerensaft kann mit Hilfe von Weinsteinsäure hergestellt werden. Dazu benötigt man ca. 3 kg Beeren, 80 gr. Weinsteinsäure, 3 Liter Wasser und ca. 5 kg Zucker. Die Herstellung des Saftes ist relativ simpel. Die Weinsteinsäure muss in kochendem Wasser aufgelöst werden. Dieses wird dann über die gewaschenen Früchte gegossen, die danach 24 Stunden ruhen müssen.
Der entstandene Saft kommt nun in einen Topf. Der Zucker wird hinzu gegeben und unter Rühren bei schwacher Hitze aufgelöst. Diese Flüssigkeit muss schließlich in einem abgedeckten Gefäß, zum Beispiel in einem Rumtopf, drei Wochen lang gären. Danach kann er in Flaschen umgefüllt werden.
Um Säften eine gewisse Süße zu verleihen, sollte man zu Honig anstatt zu Zucker greifen, denn das Imkerprodukt ist wesentlich gesünder als die puren weißen Kalorien. Bei der Saftgewinnung durch den Dampfentsafter sowie durch die Weinsteinsäure muss jedoch, um die vitaminreiche Flüssigkeit haltbar zu machen, der Saft mit Zucker aufgekocht werden.
Gemüse-, aber auch Fruchtsäfte werden gerne mit Gewürzen wie Pfeffer, Salz, Zimt oder ähnlichem verfeinert.
Der Kombination der Früchte und Gemüsesorten sind keine Grenzen gesetzt. Je nach Vorliebe kann man beides mischen oder bei einer Variante bleiben. Dies gilt auch für das Würzen.
Verschiedene Saft-Rezepte finden Sie hier…