Für Weinfreunde und Sammler besonderer Weinflaschen gibt es im Internet wunderbare Tools. Neben solchen virtuellen Dingen wie Weinseminaren oder Weinproben gibt es auch Datenbank, um die Weinsortierung zu erleichtern.
Marktführer unter den Wein-Datenbanken ist derzeit die englischsprachige Website CellarTracker!. Diese Seite bietet die Möglichkeit, seine Weine online zu sortieren und zu archivieren. Man kann notieren, wann man welchen Wein erworben hat, welcher Tropfen wann und wie gemundet hat und behält so einen genauen Überblick über seinen Weinbestand. Die Registrierung ist kostenfrei und CellarTracker! ist mit fast 50.000 Usern bislang eindeutiger Markenführer.
Zahlreiche Weine, beinahe eine halbe Million, um genau zu sein, sind in der Datenbank bereits vorhanden, sodass man in der Regel nur den Wein eingeben und dann auf die hinterlegten Bilder und Daten zugreifen kann. Ist ein Wein noch nicht vorhanden, kann man ihn unkompliziert hinzufügen. Neben der Archivierung und Sortierung gibt es die Möglichkeit, die getrunkenen Weine zu bewerten, Bewertungen mit anderen Usern zu vergleichen und so vielleicht den einen oder anderen neuen Wein zu entdecken. Ein Forum ist ebenso dabei wie etliche Verköstigungsberichte.
Die bislang einzige deutschsprachige Alternative zu CellarTracker! ist im Dezember 2007 erschienen und daher noch sehr jung und nur wenigen Benutzern bekannt. Verkostet nennt sich das Pendant zum amerikanischen Portal. Auch Verkostet ist kostenfrei, folgt den selben Prinzipien wie CellarTracker! und wartet darauf, von zahlreichen deutschsprachigen Weinliebhabern erobert zu werden. Also schön reinklicken, registrieren und mitmischen!
Wer natürlich immer denselben Wein trinkt oder fünf Flaschen sein Eigen nennt, benötigt keine eigene Datenbank. Wer jedoch verschiedene Sorten probiert oder über einen großen Bestand verfügt, dem hilft die Datenbank, den Überblick zu behalten. So kann man auch nach Jahren noch genau nachprüfen, welcher Wein einem besonders gut oder besonders schlecht geschmeckt hat.
Tolle Sache, finde ich ![]()
Auf sowas kann wirklich nur ein Amerikaner kommen. Der Weinhändler Gary Vaynerchuk verkostet seit mehreren hundert Folgen täglich einen Wein- online, im Internet, in seinem Video-Blog. Und die ganze Welt kann ihm dabei zugucken.
Nachdem wir ja nun schon die Online-Weinseminare kennen und wissen, wie gesund Wein ist und dass er immer beliebter bei den Deutschen wird, schauen wir heute mal über den “großen Teich”, ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten, das bislang nicht unbedingt für seine Liebe zu dem edlen Rebensaft bekannt war.
Gary Vaynerchuck ist sozusagen ein Pionier. An fünf Tagen in der Woche überträgt er mittels Videoblog Wein-Verkostungen, um den Nordamerikanern die Vielfalt und die besonderheiten der Weine näher zu bringen. Dabei beendet er jeden Beitrag mit den Worten “You, with a little bit of me, we’re changing the wine world”. An seine Art der “Weinprobe” muss man sich allerdings erst mal gewöhnen, denn sie ist doch etwas anders als die unsere.
Gary spricht schnell, feucht, leidenschaftlich (wie er auch selbst sagt -> “this is the internets most passioned wine-program”), manchmal ein wenig nervig mit seiner für einen Mann doch recht hohen Stimme. Aber seine Liebe zu den Weinen ist deutlich sichtbar, vor allem, wenn er zu teilweise ziemlich unterhaltsamen Vergleichen greift. Bei ihm ist der Wein “funky”, schmeckt wie ein “explodierender Donner am Gewitterhimmel” oder “wie ein nasser Hund auf einem Misthaufen”. Sein Schwenken ist eher ein wildes Schleudern, er inhaliert wie ein Drogensüchtiger - und isst wie ein Ferkel
Er testet spezielle Weine für Vegetarier, Sportler, Steak-Liebhaber, er testet koschere Weine und probiert an einem Tag auch mal 140 verschiedene Sorten. Die Promis sind seine Freunde und er rauscht von Talkshow zu Talkshow, um Amerika für seine geliebten Weine zu begeistern.
Gary ist verrückt, aber liebenswert und auf jeden Fall verdammt unterhaltsam-klarer Fall für die Lieblingsblogs-Liste
Hier gehts nun Zu Garys Videoblog, seiner Wein-Bibliothek .
Und hier zu meiner bislang liebsten Promi-Folge (wo sonst sieht man denn mal jemanden mit Erde, Tabak oder SOCKEN im Mund bei ner Weinprobe?
) Gary und Conan bei einer sehr besonderen Weinprobe
Viel Spaß!
Längst gelten sie nicht mehr nur als Geheimtipp: die Restaurants, in denen man in völliger Dunkelheit sein Dinner genießen kann. FALLS man es denn genießen kann, denn für manchen wird das Erlebnis doch zur bitteren Erkenntnis. Oder auch zur Erleuchtung.
Ob nun das “Nocti Vagus” in Berlin, die “Dunkelbar” in Wiesbaden, die “Unsicht-Bar” in Hamburg: Dunkelrestaurants gehören mittlerweile zum festen Bestandteil der deutschen Erlebnisgastronomie.
Das Konzept ist simpel: Die Gäste speisen in absoluter Dunkelheit. Auf diese Weise soll ihnen zum einen die Welt der Nicht-Sehenden näher gebracht werden, zum anderen wird es zum Test für alle Sinne. Tasten, Riechen, Schmecken- alles ist anders, wenn das Auge zur Abwechslung mal nicht mit isst. Eine Freude für den echten Feinschmecker.
Im Eingangsbereich des Restaurants werden potenzielle Lichtquellen, Uhren mit Leuchtziffern, Handys, Feuerzeuge und Zigaretten, abgegeben. Dort wird auch ein Menu (nur die Fleischrichtung) zur Auswahl gestellt. Den eigentlichen, völlig abgedunkelten, Speiseraum erreicht man über eine Schleuse, sodass andere Gäste nicht gestört werden. Damit wird sichergestellt, dass der Raum stets absolut dunkel bleibt.
Geführt und bedient wird man normalerweise von blinden und sehbehinderten Kellnern, jedoch gibt es auch Restaurants, in denen sehende Kellner Infrarotgeräte tragen.
Gefordert sind zunächst der Tastsinn und der Gehörsinn, während man der Bedienung an den Platz folgt, den
Raum und seine Geräusche wahrnimmt. Anhand von Uhrzeiten erklären die Kellner den Gästen dann die Platzierung der Gegenstände, damit diese sich in der Finsternis zurecht finden. Die Löffel liegen auf 12 Uhr.
Sobald das Menu serviert wird, sind dann Geruchs- und Geschmackssinn gefragt. Es ist erstaunlich, wie wenig der durch Industriekost und Geschmacksverstärker ruinierte Gaumen ohne die visuelle Wahrnehmung erkennt. Oder eher, wie viel nicht! Viele der Gäste, zu beginn noch absolut davon überzeugt, die Speisen zu “erschmecken”, verlassen das Lokal mit einem leichten Schock, denn schneller als man denkt werden Pilze zu Kartoffelscheiben oder Gurken zu Tomaten. Die Wahrnehmung spielt verrückt und der Großstädter erkennt seine mangelnde Verbundenheit zur Natur(kost). Bei manchen jedoch wächst die Begeisterung, wenn Karotten endlich mal wieder wie Karotten schmecken und man sich dies auch bewusst macht.
Es herrscht eine intime Atmosphäre, wobei die Bedienung oft Scherze über die Blindheit der Sehenden macht.
Die Kommunikation, auch mit anderen Gästen, erfolgt in der Regel mündlich.
Ein Restaurantbesuch dauert oft zwei bis drei Stunden und im Anschluss kann man sich im Eingangsbereich die genaue Menufolge schildern lassen - so man sie denn nicht erschmecken konnte.
Wer schon mal üben möchte, kann sich ja bei der nächsten Mahlzeit zuhause mal die Augen verbinden lassen und testen, wie gut er sich zurecht findet. Und danach gehts dann ins nächste Dunkelrestaurant. ![]()
Wer sich nach einem gelungenen Mahl gern mit einem guten Trunk zurücklehnt und zu spannender Lektüre greift, für den habe ich heute einen kulinarisch-literarischen Buchtipp: “„Gefüllte Siebenschläfer. Ein Carozzi-Krimi“” von Christoph Wagner.
Speisen sollte man wirklich, bevor man zu diesem Krimi greift, denn die zahlreichen, liebevoll aufbereiteten Rezepte könnten unter Umständen den Appetit eines ungesättigten Lesers über die Maße anregen
Der Autor Christoph Wagner ist in seiner Heimat Österreich kein Unbekannter. Dort veröffentlichte er bereits mehrere Kochbücher und zahlreiche Restaurantkritiken. Dies hier ist nun sein zweiter Roman um den Archäologen und Genießer Mario Carozzi. Zugegeben, die eigentliche Krimi-Handlung ist nicht unbedingt das Gelbe vom Ei, um beim Kochjargon zu bleiben, aber dies wird allemal wettgemacht von den liebevoll recherchierten, traditionellen norditalienischen Gerichten, mit denen das Buch gespickt ist. Dazu einen schönen italienischen Wein und der Abend ist gerettet.
Als Kostprobe dient an dieser Stelle der klassische Klappentext mit einer freundlicherweise vom Verlag genehmigten Leseprobe:
Mario Carozzi, Archäologe und nach mehrjährigem Mexikoaufenthalt Maya-, Azteken- und vor allem Chiliexperte, kehrt nach Europa zurück, wo er sich mit Gelegenheitsjobs in Heimatmuseen über Wasser hält. In der adriatischen Inselstadt Balaor bewirbt er sich nun als Leiter des dortigen Lapidariums.
Carozzi soll diese bislang unscheinbare Sammlung antiker römischer Grabsteine in ein Profit-Center verwandeln. Und will dort – gemeinsam mit der befreundeten Köchin Gilda – Gerichte nach den Rezepten des altrömischen Feinschmeckers Apicius servieren. Doch sein Aufenthalt auf der Insel wird begleitet von mysteriösen Todesfällen und seltsamen Ereignissen, die ihn allmählich selbst in arge Bedrängnis bringen…
Der zweite Kriminalroman des bekannten Restaurantkritikers und Gastrosophen Christoph Wagner glänzt durch die lebendige Schilderung der Küstenlandschaft zwischen Grado und Rovinj mit all ihrer verzaubert-abgründigen Atmosphäre ebenso wie durch tiefschwarzen Humor und scharfzüngige Beobachtungsgabe – und verführt mit höchst ausgefallenen Rezepten.
Christoph Wagner, geboren 1954, lebt als Autor, Publizist und Gastrosoph in Wien, Linz und Kindberg. Er studierte Germanistik, Anglistik und Kulturelles Management. Seit über 25 Jahren schreibt Wagner Gourmetkolumnen und Restaurantkritiken. Zahlreiche Bücher zu kulinarischen und kulturhistorischen Themen wurden von ihm verfasst, außerdem 2002 „Schattenbach“, der erste Kriminalroman rund um Doktor Carozzi.
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Viele Menschen trinken gerne Wein, aber nur die wenigsten können sich mit Fug und Recht als Weinkenner bezeichnen. Weinseminare und -verköstigungen verschaffen Abhilfe, doch für manchen sind sie zu kostspielig oder zu zeitintensiv. Doch zum Glück gibt es ja das Internet, auch für den Weinliebhaber.
Zugegeben, zum Praxis-Experten wird man durch so ein Online-Seminar nicht. Zumindest solange nicht, solange es noch kein Geschmacks-Internet gibt. Aber wenigstens die Theoriekenntnisse kann man erweitern und das hilft sicherlich bei der nächsten Weinauswahl oder im Smalltalk schonmal weiter. Schaden wird es jedenfalls in keinem Fall, wenn man lernt, die verschiedenen Rebsorten zu unterscheiden und den einzelnen Weinen zuzuordnen. Ebenso wenig wie das Wissen, welcher Wein zu asiatischen Speisen, zum süßen Dessert oder dem würzigen Braten passt, welche Temperatur der Wein haben sollte, wie man richtig dekantiert und und und….
Wer blamiert sich schließlich schon gern, wenn man als Gastgeber den falschen Wein serviert und den dann möglicherweise auch noch direkt aus dem Kühlschrank auf den Tisch?
Hier gehts zum Online-Weinseminar der Uni Trier. Und wenn Sie dann mit dem theoretischen teil fertig sind, muss natürlich auch der praktische Teil folgen: probieren, probieren, probieren!
Selbstverständlich findet man auch so genügend Informationen und muss nicht zwingend ein Seminar besuchen. Wer sich lieber querbeet durch das Wein-Wissen durchliest und nicht gleich ein ganzes Buch zur Hand nehmen möchte, dem sei die Internetseite Wein-Wissen ans Herz gelegt. Am besten dann aber schon mal eine schöne Flasche Wein parat stellen, atmen lassen und einschenken, denn der Weindurst kommt ganz sicher.
Schokolade macht glücklich, gar keine Frage. Vor allem Ihre Gäste, wenn Sie sie mit diesem tollen Mousse au Chocolat- Kuchen zum Dessert überraschen!
Zutaten:
Zubereitung:
Die Himbeeren lassen sich selbstverständlich, je nach Jahreszeit und Vorlieben, auch durch anderes erfrischendes Obst und durch Früchte ersetzen.
Pro Portion hat dieses Dessert in etwa 340 Kalorien und 13 Gramm Fett.
Dazu eignet sich hervorragend ein reifer Rotwein.
Guten Appetit!
Die Geschichte des Weins ist eine alte Geschichte. Über mehr als 8000 Jahre lässt sie sich zurückverfolgen und schon immer spielte der edle Tropfen eine wichtige Rolle in Alltag und Religion. Nicht ganz ohne Grund, weiss man doch heute, dass Wein, in Maßen genossen, versteht sich, gesund hält und schön macht.
“Wein” ist ein klassisches Wanderwort. Das bedeutet, dass sich aus einem ursprünglichen Wort viele sich ähnelnde Bezeichnungen für den Rebensaft gebildet und weltweit verbreitet haben.
Im arabischen “wayn”, griechisch “οἶνος” georgisch “gwino”, althochdeutsch “wîn” oder “winam”, französisch “vin” oder englisch “wine” - die Ähnlichkeiten sind auf den ersten Blick erkennbar, auch wenn man heute kaum noch nachvollziehen kann, woher der ursprüngliche Begriff stammt. Allgemein gehen die Vermutungen dahin, dass es sich um einen persischen Begriff gehandelt haben muss, wurde doch der erste Wein im antiken Persien angebaut.
Insbesondere die europäischen Bezeichnungen sind alle dem lateinischen Wort “vinum” entlehnt. Erklärt wird dies ganz einfach durch die Tatsache, dass sowohl Germanen als auch Kelten erstmals über die Römer in größerem Umfang mit Wein in Berührung kamen und somit den lateinischen Begriff übernahmen. Über spätere Handelsbeziehungen gelangte der Begriff des Weins von den Germanen bis zu den Slawen.
Ein Getränk, das sich über Jahrtausende einer solchen Beliebtheit erfreut, verfügt vermutlich über vielseitige Vorzüge, die über den guten Geschmack hinausgehen. Dies belegen auch zunehmend Studien, bei denen der Wein auf seinen medizinischen und kosmetischen Nutzen hin untersucht wird. Voraussetzung ist freilich ein Genuss in Maßen, denn auch Wein kann bei übermäßigem Genuss rasch in die psychische und physische Abhängigkeit führen.
1979 fiel in einer solchen Studie erstmals der Begriff “french paradoxon”. In dieser Studie wurde festgestellt, dass die Einwohner Süd- und Südwestfrankreichs trotz überdurchschnittlich fetthaltiger Ernährung weniger anfällig für Herzerkrankungen waren als andere Europäer. Mittlerweile sind etwa 60 Untersuchungen zu diesem Thema erschienen. Die Schlussfolgerung all dieser Studien ist ähnlich: Es liegt an dem moderaten Genuss von Wein.
Auf den ersten Blick ist Wein lediglich gegorener Traubensaft, von dem ein Liter etwa 100 Gramm Alkohol enthält.
Die verschiedenen Traubensorten, Anbaugebiete, das jeweilige Klima, Wetter und die Verarbeitung geben dem Weins einen ganz speziellen Charakter.
Die gesundheitsfördernsten Eigenschaften des Weines stammen direkt aus der Traube, vor allem aus der Schale und den Kernen.
Sogenannte Polyphenole, Pflanzenstoffe, die von der Pflanze selbst gebildet werden, kommen auch in Gemüse, Obst und Getreidesorten vor, allerdings sind Trauben und Traubenkerne besonders reich an diesen Verbindungen. Diese Polyphenole können Zellschädigungen durch freie Radikale abblocken, sie wirken als Antioxidantien, weswegen sie auch als krebshemmend gelten. Sie heben zudem das gute HDL-Cholesterin und senken das schlechte LDL-Cholesterin, wirken sie gefäßerweiternd und gefäßentspannend und vermindern dadurch das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen. Außerdem senken sie die Anfälligkeit für Thrombosen.
Ein weiterer wichtiger Inhaltsstoff in Sachen Gesundheit ist der Alkohol.
Zwar gilt Alkohol als Zellgift, in geringen Dosen kann er aber ebenfalls gesundheitsfördernd wirken, denn auch er wirkt gefäßerweiternd, verbessert den Cholesterinstoffwechsel, hebt das HDL-Cholesterin an und senkt das LDL-Cholesterin. Zusätzlich hemmt Alkohol die Verklumpung der Blutkörperchen, wodurch sich das Risiko einer Thrombose mindert.
Diese positiven Auswirkungen des Getränkes auf das Herz-Kreislauf-System schien man schon vor gut 2000 Jahren zu kennen. So liest man in der Bibel bereits “Der Wein erfreut des Menschen Herz.” (Psalm 104, 15).
Aber nicht nur die Gesundheit wird bei moderatem Genuss gefördert, sondern auch die Schönheit.
Besonders im Wellness-Sektor hat man den Wein und die Weintrauben entdeckt. So werden auf etlichen Schönheitsfarmen bereits Vinotherapien angeboten. Dazu gehören zum Beispiel Gesichtsmassagen mit Wein oder Körperpeelings mit Traubenkernölschlämmen. Und Firmen wie L`Occitane verwenden Weintrauben als Basis für ihre Kosmetik.
Für diejenigen, die Alkohol gänzlich ablehnen, bietet sich alkoholfreier Traubensaft als gesunde Alternative an.
“Der Wein ist eine Medizin, wenn er aber ohne Manier getrunken wird, ist er ein Gift. Der Wein ist eine Erquickung des Herzens, wenn er aber ohnmäßig getrunken wird, ist er ein Tod der Seele.” - Abraham a Sancta Clara
Neuer Höchststand im deutschen Weinkonsum: Die Branche freuts, aber vor allem die deutschen Weinbauern, die ein deutliches Umsatzplus verzeichnen können.
Der Weinkonsum in Deutschland hat im vergangenen Jahr mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von rund 21 Litern einen neuen Höchststand erreicht. Rechnet man Schaumwein hinzu, beträgt der Verbrauch pro Person sogar über 24 Liter.
Das besagt zumindest die Bilanz des Deutschen Weininstituts (DWI). Demnach wurden in Deutschland von August 2006 bis Juli 2007 insgesamt 16,9 Millionen Hektoliter Wein verkauft. Auf den Pro-Kopf-Verbrauch umgerechnet bedeutet dies ein Plus von einem halben Liter im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Etwa 20 Prozent des Weinkonsums entfällt auf die Gastronomie, während die restlichen 80 Prozent in den heimischen vier Wänden genossen werden.
Die Tendenz geht auch vermehrt zu deutschen Weinen, so die Statistik.
Demnach bevorzugen rund 46 Prozent der Deutschen einen Wein aus eigenen Landen, während Sorten aus Spanien und Portugal immer seltener konsumiert werden. Exotische Sorten aus Südafrika, Chile und Australien sind hingegen bei den Käufern so beliebt, dass sich die Umsätze teilweise verdreifachten.
Umgekehrt steigt im Ausland der Absatz der deutschen Weinsorten stetig an.
Schon seit zehn Jahren steigt der Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland ununterbrochen an, statistisch gesehen um 2,5 Liter pro Person. Mit diesem Nachfragevolumen befindet sich Deutschland nun mehr auf Platz vier der Wein konsumierenden Länder der Welt. Unangefochten auf Platz eins befindet sich nach wie vor Frankreich mit einem Verkauf von rund 33 Millionen Hektolitern.
Ebenfalls auf dem Vormarsch sind Weinverköstigungen, Weinseminare oder auch interaktive Weinlehrgänge. Man will eben wissen, was man so gerne trinkt.
Wer nun beim lesen Appetit auf den Berliner Pfannkuchen bekommen hat, dem kann mit diesem leckeren Rezept geholfen werden.
Zutaten:
Für den Hefeteig:
Außerdem:
Zubereitung:
Das Mehl in eine Schüssel sieben, in der Mitte eine Mulde formen und die Hefe hineinbröckeln. Hefe und Mehl unter Zugabe von lauwarmer Milch und etwas Zucker zu einem Teig verrühren. Diesen dann an einem warmen Ort zugedeckt etwa 30 Minuten gehen lassen.
Den Teig dann mit Salz, dem restlichen Zucker, dem zerlassenen Fett, Zitronenschalenabrieb und Ei mischen und alles zu einem geschmeidigen Teig kneten. Den teig dann nochmals an einem warmen Ort gehen lassen, bis die Masse sich verdoppelt hat.
Anschließend wird der Hefeteig mit einem Nudelholz etwa fünf Millimeter dick ausgerollt. Nun werden mithilfe eines Glases oder einer anderen faustrunden Form auf der Hälfte des Teiges Plätzchen markiert- sie werden noch nicht ausgestochen!
Die Hälfte davon wird in der Mitte mit Konfitüre befüllt, die Ränder werden mit Eiweiß bestrichen. Die zweite, unmarkierte Teighälfte wird einfach “übergeklappt”.
Nun die Plätzchen mit dem Glas oder der Form so ausstechen, dass die Konfitüre immer in der Mitte des Plätzchens ist. Die Ränder gut festdrücken und die so entstandenen Pfannkuchen mit Mehl bestäuben. Alles ein weiteres Mal abdecken und eine Weile an einem warmen Ort gehen lassen.
Derweil kann das Fett schon einmal in einen Topf oder eine große Pfanne gegeben und erhitzt werden, bis es flüssig ist.
Die Pfannkuchen werden dann in das siedende Fett gegeben. Sobald sie sich bräunlich färben, die Temperatur herunterdrehen!
Ein hervorragender Berliner Pfannkuchen ist schön gebräunt und hat in der Mitte einen hellen Streifen.
Wenn dies gelungen ist, den Pfannkuchen aus dem Fett nehmen und abtropfen lassen und ihn anschließend in noch heißem Zustand in Zucker wälzen oder mit Zuckerguss überziehen.
Guten Appetit!
Unterschiedliche Länder und Regionen haben oft auch unterschiedliche Bezeichnungen für dieselben Leckerbissen.
Fragt man einen Wiener, wie das lange, knackige Würstchen heißt, wird er sicher antworten “Na Frankfurter!”. Fragt man einen Frankfurter nach dem Würstchen, heißt es auf einmal “Wiener”. Gleiches Spiel bei dem in Schmalz ausgebackenen und gefüllten Krapfen, der mal Berliner, mal Pfannkuchen und manchmal sogar Krapfen heißt. Wieso dieses babylonische Sprachwirrwarr?
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Unter einem “Berliner” versteht man in den meisten Teilen Deutschlands nicht nur den Einwohner der bundesdeutschen Hauptstadt, sondern auch einen in Fett ausgebacken und mit Konfitüre (meist Erdbeer- oder Himbeermarmelade) befüllten süßen Krapfen. Dieser wird mit Puderzucker oder Zuckerguss gekrönt und traditionell vor allem an Silvester und Fasching/ Karneval verzehrt.
Möchte man ein solches Gebäck nun in Berlin oder im südlichen Osten in einer Bäckerei erstehen, sollte man tunlichst einen “Pfannkuchen” bestellen, während man im Ruhrgebiet eher von einem “Berliner Ballen” und im Südlichen Westen von einem “Krapfen”, “Fastnachtsküchelchen” oder “Kreppel” spricht. Im Alpenraum heißt er wiederum “Faschingskrapfen”. In Frankreich spricht man vom “Boule de Berlin”, also der französischen Ruhrgebiets-Variante, von der auch die Portugiesen reden, wenn sie von einer “Bolas de Berlim” schwärmen. Und die Finnen essen gerne einen “Berliininmunkki”- einen “Berliner Mönch”.
So viele Bezeichnungen für ein identisches Stück Gebäck, bei dessen Rezept regional nur kleinste Details variieren.
Schmalzgebäck gibt es in deutschen Landen schon seit dem Mittelalter, jedoch variierten die Formen. Der Legende nach wurden die faustgroßen, schwimmend im Fett ausgebackenen und befüllten “Berliner Pfannkuchen” 1756 von einem Berliner Zuckerbäcker erfunden. Dieser wollte unbedingt im Regiment Friedrich des Großen dienen, war jedoch wehruntauglich, sodass er nur als Feldbäcker beim Regiment verbleiben konnte. Als Dank, dass er nun doch auf seine Weise dienen durfte, schuf er die kleinen runden Gebäckstücke. Die Form sollte an Kanonenkugeln erinnern und in Ermangelung eines Ofens buk er sie über dem offenen Feuer in Pfannen mit heißem Fett aus. Diese Zubereitung erwies sich als besonders einfach und effektiv und schon bald bevölkerten mobile Stände die Straßen der größeren Städte, an denen im Akkord Hefeteigbällchen in heißem Fett frittiert wurden. Im 19. Jahrhundert gab es sie dann auch in gefüllter Form und ihre Verbreitung in anderen Teilen Deutschlands schritt voran.
Ganz ähnlich ist es bei den Wiener Würstchen und den Frankfurter Würstchen.
Auch hier gibt es eine Legende für den Namens-Wirrwarr. Im 18. Jahrhundert wanderte der Frankfurter Metzger Lahner nach Wien aus und bot dort ein traditionelles Frankfurter Würstchen an, bei welchem er nach und nach die Rezeptur leicht änderte (er fügte Rindfleisch hinzu, was in Frankfurt unüblich war). So kam die ehemalige Frankfurter Wurst zu ihrem neuen Namen. Grundlage für beide Bezeichnungen sind also ein relativ ähnliches Rezept, Gewicht und Länge.
Und dennoch muss man vorsichtig sein. Einige Metzger unterscheiden noch heute die Frankfurter und die Wiener Würstchen allein am Rindfleischanteil, wohingegen zum Beispiel in Nordarmerika “Frankfurter” und “Wiener” ein und dasselbe sind. In manchen Regionen Deutschlands verkaufen Wurstproduzenten ein identisches Produkt als “Wiener Würstchen” und in einer anderen Verpackung ebenfalls als “Frankfurter”. Wiederum gibt es Teile von Deutschland, in denen die Wiener als “Saitenwurst” beziehungsweise “Saite” bekannt ist und in Österreich spricht man auch mal von der Wiener und meint damit eine Schnittwurst, also etwas anderes. Gelegentlich findet man dann auch mal Wiener oder Frankfurter, die so gut wie nichts mit der ursprünglichen Form oder dem altertümlichen Rezept gemein haben, dennoch aber unter diesen Namen vertrieben werden. Nach dem Motto “Ist ja eh alles Wurst”.
Viele Bezeichnungen hat auch das Brötchen. So kennt man es in Berlin und Umgebung als “Schrippe”, in Bayern als “Semmel”, in
Baden-Württemberg spricht man vom “Weck” oder “Weckle”, in der Schweiz vom “Weggli”. Dazu kommen dann die zahllosen Variationen und Abwandlungen des Gebäcks mit ebenso zahllosen, unterschiedlichen Bezeichnungen.
In den meisten Fällen handelt es sich bei solchen Lebensmittel um regionale Spezialitäten, die im Laufe der Zeit auch in anderen Regionen Verbreitung fanden und durch regionale Sprachunterschiede und leichte Variationen im Rezept dort andere, regionspezifische Bezeichnungen erhielten. Meistens ist es ebenfalls so, dass, je mehr Bezeichnungen ein Produkt hat, umso älter ist es. Erst bei den moderneren Lebensmitteln findet man weitgehend identische Bezeichnungen.