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Kochschule für Anspruchsvolle

Autor: Ariane
abgelegt in: Kochbücher

Kochen für Anspruchsvolle - Siebecks Kochschule

Mein Kochbuch (1):

„Kochschule für Anspruchsvolle“ von Wolfram Siebeck

Wenn man diesen Titel in einer Konversation erwähnt, sollte man anschließend sofort die Hände hochreißen und eine beschwichtigende Geste machen; es empfiehlt sich, mit einem „Aber jeden Tag geht das natürlich nicht, da habe ich ja gar keine Zeit für.“ zu beschwichtigen. Auch, wenn man’s nicht so meint. Viele Menschen (und in Deutschland immer noch ein paar mehr) sehen bis heute nicht ein, wieso man mit Vergnügen Geld und Zeit in gutes Essen investieren sollte.

Siebecks Rezepte sind teilweise aufwendig und nicht selten schwierig – „Anspruchsvoll“ meint eben nicht nur solche, die gerne gut essen, sondern auch jene, denen die feine, ehrgeizige Küche am Herzen liegt. Und ihnen ist Siebecks Buch eine Offenbarung. Dabei will der Autor gar nicht mit unbekannten oder exotischen Gerichten trumpfen: Seine Küche ist bürgerlich, französisch, erlesen; er erklärt verschiedene Suppen, Gratins, Cassoulet, Tartes, und auch Fasan, Hammel, Kalb. Schon die Beschreibung der Duxelles ist ein Genuss; seine konsequente Missachtung aller gesundheitlichen Prämissen (er erwähnt nebenbei einen Koch, der seine Purée zur Hälfte mit Butter zubereitete…) ist ein Vergnügen.

Das ist überhaupt der Trumpf der „Kochschule“ – ihre Lesbarkeit. Siebeck ist, neben einem grandiosen Verführer zu besserer Esskultur, ein Stilist. Gelegentlich eingestreute Anekdoten veredeln den Text, der – glücklicherweise – viel Ironie und wenig Spott bietet.

Nicht unbedingt ein Standardkochbuch, aber eine wundervolle Verführung zur feinen Küche.


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  1. Katja schreibt:

    Na toll, schon wieder ein Kochbuch, dass noch in meiner Sammlung fehlt…

  2. Rubi schreibt:

    So jetzt haste mich am Hals, hab den Blog von vorne nach hinten gelesen und beschlossen, hier bleib ich. So geniale Sachen und Rezepte und das mit den Wienern und Frankfurtern fand ich ganz interessant und erst die Berliner *jammy*, ja für mich Berliner. Ich glaub, ich sollte meine Friteuse mal wieder entstauben. Junior hat demnächst Geburtstag, da kann ich Berliner servieren.

    So nen genialen Blog hab ich schon lange nicht mehr gesehen.

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