Er ist einer der derzeit weltweit angesagtesten Köche und Autoren. In seinen Berichten beschreibt er indiskret, dafür aber sehr unterhaltsam, was sich in der Welt des Kochens hinter den Kulissen der Restaurants abspielt. Und wenns sein muß, probiert er dafür auch mal Krokodilsaugen.
Bevor er sein Leben, wie er sagt, in den Griff bekam,
war er Junkie und acht Jahre lang in einem Methadonprogramm, bis er clean war. Mittlerweile betreibt er sein eigenes Lokal, die Brasserie “Les Halles” in New York.
Nunja, zumindest drei Monate im Jahr. Die anderen neun Monate ist er auf Reisen oder schreibt.
Mittlerweile sind mehrere Kochbücher, aber auch Krimis von ihm erschienen.
Er veröffentlicht fast jedes Jahr ein neues Buch, das aktuelle heißt “Kleine Schweinerein” (Heyne Verlag 2007, 8,95 Euro).
Alle seine Bücher haben gemeinsam, dass sie in der Kochszene spielen und dass in ihnen die Geheimnisse des Kochens entmysthifiziert werden. Protagonisten sind halbkriminelle Köche und sadistische Küchenchefs.
Außerdem hat Bourdain eine eigene Fernsehsendung auf dem amerikanischen Travel-Channel (in Deutschland werden die Folgen mit dem Titel “Eine Frage des Geschmacks” auf dem Sender DMAX ausgestrahlt).Die Serie ist inhaltlich an seinen zweiten Bestseller, “Ein Küchenchef reist um die Welt” (2002), angelehnt.
Wo auch immer er auftaucht, wird er von Fans und Presse umlagert, ob das nun im Fünf-Sterne-Restaurant ist oder an der Currywurstbude mitten in Berlin.
Edellokale und Nobeletablissements habe er satt, so Bourdain und verlangte in Berlin nach “the real wurst”. Die bekommt er natürlich auch- Bourdain bekommt fast alles, was er will.
Mario Ziervogel, Betreiber des Berliner Traditionsimbisses, bringt Bourdain nach der Wurst noch eine Bulette. Die begeistert ihn. “The wurst is delicious, but the bulette is great.”
Bourdain hasst nach eigener Aussage Fernsehköche wie Jamie Oliver, bewundert jedoch die einfachen Imbissköche, die “in fettigen Küchen schuften, eng und gefährlich wie schrottreife U-Boote” und die am Tag “lautlos 250 Essen rausdrücken”.
Und er hasst noch etwas: wenn die Dinge nicht so laufen wie er es will. So schreit er auch schonmal seine Mitarbeiter, die sich weigern, Fleisch zu essen, vor laufenden Kameras an: “You man get down! Eat this working class food! Thats real”.
Januar 16th, 2008 um 22:01
Cool, Danke für die Infos zu Herr Bourdain. Ich hab schon das ein oder andere Buch von ihm gelesen und mich jedesmal KÖSTLICH ;o) amüsiert.
Mai 17th, 2008 um 18:29
Herrliche Sache!