Gewaschen. Getrocknet. Geröstet. Gemahlen. Getrunken. Das ist Kaffee, des Deutschen liebstes Getränk. Und Deutschland ist ein Land der Coffeeholics. Denn der einzelne Bundesbürger konsumiert jährlich 153 Liter Kaffee. Aber der Kaffee muss nicht immer billig sein. Insbesondere die Gaumen der bekennenden Kaffeegenießer lassen sich nicht mit einem gemahlenen Kaffee unterem Preis- und Qualitätsniveau zufrieden stellen. Sie bevorzugen den wild wachsenden Kaffee, für den die Kaffeegourmets 100 Euro für das Kilo zahlen. Denn dieser Kaffee ist selten.
Der wild wachsende und somit naturbelassene Kaffee stammt aus den Wäldern Äthiopiens. Insbesondere die an den Kaffeesträuchern reifenden Kaffeekirschen sind begehrt, deren fruchtige und frische Aromen die Geschmacksknospen blühen lassen. „Waldkaffee ist (…) grundsätzlich sehr aromatisch und sehr voluminös, er ist ausgesprochen balanciert, fruchtig und körperreich, durchzogen von einer feinen Säure-Ader“, so Hans-Jürgen Langenbahn, der seinen Waldkaffee aus dem Sudan bezieht.
Der wilde Kaffee, präziser formuliert Waldkaffee, ist selten. Denn die Kaffeesträucher wachsen im Unterholz des Urwaldes, sodass nicht alle Kaffeekirschen geerntet werden können. Und das macht den Waldkaffee so erlesen. Der echte Waldkaffee erlaubt nur kleinste Ernteerträge, sodass sich hinter manchen ausgepriesenen Wildkaffees eben nicht der wild wachsende Kaffee verbirgt.
Der exotische Geschmack des wilden Kaffees entfaltet seine ganzen Aromen, wenn er in dem klassischen Filter aufgebrüht wird. Denn so können die Kaffeegourmets den wilden, ungewohnten Geschmack erleben.