Baiser ist ein köstlicher, einfacher Geheimtipp, der Hingucker auf jeder Party und perfekt für den schmalen Geldbeutel – denn alles was man braucht ist steif geschlagenes Eiweiß und Zucker. Baiser (franz. baiser = Kuss) selber zu machen kann eine knifflige, verzwickte Angelegenheit werden, folgende Tipps jedoch garantieren den Erfolg des süßen Vergnügens.
1. Trotz der enormen Beliebtheit des französischen Kusses gibt es viele natürliche Feinde des chiacchiera (ital.), derer man sich unbedingt bewusst sein muss. Die gefährlichsten sind NASSE und FETTIGE Küchenutensilien, sowie EIGELB. Den Küchengeräten am besten vorher ein kochend heißes Vollbad geben. Beim Trennen der Eier penibel darauf achten, dass sich kein Eigelb dazwischen schummelt.
2. Der beste Freund des Eischnees ist der Streuzucker. Achtung Klümpchengefahr! Dem Zucker am besten vorher die Wanderung durch ein Sieb erlauben. Finger weg von Kristall- oder braunem Zucker! Jegliche Verkupplungsversuche dieser Art würden kläglich in einem in sich zusammen fallendem Desaster enden.
3. In der Schüssel wartet das Eiweiß darauf kräftig durch geschüttelt zu werden und Sie
wissen nicht mehr wie viele Eier sie getrennt haben? Immer daran denken das ein großes Eiweiß ungefähr 40g wiegt. Auf ein Eiweiß kommen ungefähr 50g Zucker, so erhält das Baiser die optimale Süße.
4. Man hat den perfekten Eischnee gemixt, wenn die Schüssel verkehrt herum über den Kopf gehalten werden kann. Nur Mut - wenn vorangegangene Tipps richtig befolgt wurden, sollten Sie sicher sein. Erst dann kann unter ständigem Mixen der Zucker nach und nach dazu gegeben werden – bis eine glänzend weiße Masse entsteht.
Sollten Sie nicht in der Lage sein Matthias Steiner bei den nächsten olympischen Spielen im Gewichtheben aufgrund ihrer enormen Armmuskeln zu schlagen, verwenden Sie am besten einen elektrischen Mixer, denn die ganze Angelegenheit kann bis zu 15min dauern.
5. Es gibt zwei Arten meringues (engl.) zu backen. Gehören Sie zu den Leuten, die ihr Baiser durch und durch knusprig mögen, backen Sie ihre Schaummasse bei 150°C für ca. 2h, schalten Sie den Ofen ab und lassen sie ihr maräng (schwed.) bei angelehnter Ofentür sich langsam an die Außenwelt gewöhnen. Wollen Sie ihr schuimgebakje (niederl.) beige-weiß außen und wundervoll weich in der Mitte, lassen Sie die Masse ca. 1h backen und nehmen sie es gleich aus dem Ofen. Der plötzliche Kälteschock macht das Innere köstlich weich.
Mai 20th, 2009 um 12:52
Das trifft sich wirklich hervorragend - ich habe noch Eiweiss im Kühlschrank “sitzen”, und wusste bis dato nicht so recht, was ich damit machen sollte. Aber mit dieser hochsympathischen Anleitung mache ich daraus heute abend bunte Baisers!
Februar 25th, 2010 um 19:38
Hallo
Ich dachte immer man läßt den Baiser über Nacht bei ca 80Grad trocknen?
Liebe Grüße
Danielle