Geschmacksknospen

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Archiv: Warenkunde

Edler Kaffeegenuss

Autor: Ariane
abgelegt in: Warenkunde

Gewaschen. Getrocknet. Geröstet. Gemahlen. Getrunken. Das ist Kaffee, des Deutschen liebstes Getränk. Und Deutschland ist ein Land der Coffeeholics. Denn der einzelne Bundesbürger konsumiert jährlich 153 Liter Kaffee. Aber der Kaffee muss nicht immer billig sein. Insbesondere die Gaumen der bekennenden Kaffeegenießer lassen sich nicht mit einem gemahlenen Kaffee unterem Preis- und Qualitätsniveau zufrieden stellen. Sie bevorzugen den wild wachsenden Kaffee, für den die Kaffeegourmets 100 Euro für das Kilo zahlen. Denn dieser Kaffee ist selten.

Der wild wachsende und somit naturbelassene Kaffee stammt aus den Wäldern Äthiopiens. Insbesondere die an den Kaffeesträuchern reifenden Kaffeekirschen sind begehrt, deren fruchtige und frische Aromen die Geschmacksknospen blühen lassen. „Waldkaffee ist (…) grundsätzlich sehr aromatisch und sehr voluminös, er ist ausgesprochen balanciert, fruchtig und körperreich, durchzogen von einer feinen Säure-Ader“, so Hans-Jürgen Langenbahn, der seinen Waldkaffee aus dem Sudan bezieht.

Naturbelassener Kaffee im Trend © Flickr FreeWine

Der wilde Kaffee, präziser formuliert Waldkaffee, ist selten. Denn die Kaffeesträucher wachsen im Unterholz des Urwaldes, sodass nicht alle Kaffeekirschen geerntet werden können. Und das macht den Waldkaffee so erlesen. Der echte Waldkaffee erlaubt nur kleinste Ernteerträge, sodass sich hinter manchen ausgepriesenen Wildkaffees eben nicht der wild wachsende Kaffee verbirgt.

Der exotische Geschmack des wilden Kaffees entfaltet seine ganzen Aromen, wenn er in dem klassischen Filter aufgebrüht wird. Denn so können die Kaffeegourmets den wilden, ungewohnten Geschmack erleben.


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Buchtipp: Weine degustieren

Autor: Ariane
abgelegt in: Warenkunde

Kenner genießen besser! Und wer zum Kenner werden möchte, kommt an mancher Lektüre einfach nicht vorbei ;-)

Empfehlung für ambitionierte Weinliebhaber © Verlag Hallwag

Eine absolute Empfehlung für Weinliebhaber ist das Buch “Weine degustieren, leicht und spielend” von Kurt Gibel.

Das Besondere ist, dass man hier nicht graue Theorie serviert bekommt, wie es leider in vielen Fachbüchern der Fall ist. Nein, hier werden vielmehr auch andere Sinne zum Lernen animiert. Besonders schön sind die ausklappbaren Wine Maps, dank derer man das Gelesene auch direkt mit Bildern verbinden kann. So macht die Lektüre gleich viel mehr Spaß, denn bekanntlich lernen viele Menschen unter Einbeziehung des Visuellen viel besser.
Die 120 wichtigsten Verkostungsbegriffe und rund 120 Aromen werden dem Benutzer des Werks schnell geläufig. Wie es kommt, dass Weine so verschieden funkeln, riechen und schmecken, erfährt man im zweiten Kapitel. Weitere Buchteile befassen sich mit Essen und Wein sowie Weintemperaturen. Sie sollen dazu animieren, alt gewohnte Pfade zu verlassen und eigene Geschmackserlebnisse zu suchen.

Schön ist auch, dass es sich hier um ein recht dünnes, kompaktes Büchlein handelt- man kann es also problemlos in die Handtasche packen und mitnehmen. Etwa, um im Restaurant ganz dezent ;-) seine eigenen Beobachtungen mit denen des Profis abzugleichen.

So macht Lesen, Lernen und Üben Spaß!

Das Buch gibt es für günstige 9,90€ im Buchhandel.


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Sie zählt zu den sogenannten “alten Gemüsen“, war zeitweise als Arme-Leute-Essen verschrien und unbeliebt und wird nun wieder populärer: die Steckrübe.

So schaut die Steckrübe angeschnitten aus ©Rainer Zenz/Wikipedia

Steckrüben oder Kohlrüben, auch Erdrüben, Schmalzrüben, Bodenkohlrabi, Unterkohlrabi, Dorschen, Ramanken (nur in der Osnabrücker Gegend), Wruken, Kullochen, Schwedische Rüben, Rutabaga genannt, sind eine zu den Kreuzblütlern gehörende Gemüseart.
Die Pflanze gehört zur gleichen Spezies wie der Raps und ist auch mit Kohl und Senf eng verwandt.
Sie ist zu unterscheiden von der Speiserübe

In Notzeiten waren Steckrüben mehrfach die letzte Nahrungsreserve für einen Großteil der Bevölkerung.
In die Geschichte eingegangen ist der so genannte deutsche Steckrübenwinter während des ersten Weltkriegs 1916/1917 (”Früh Kohlrübensuppe, mittags Koteletts von Kohlrüben, abends Kuchen von Kohlrüben”), weshalb die Steckrübe damals auch Hindenburg-Knolle genannt wurde.
Andere Begriffe waren je nach Region ostpreußische oder lippische Ananas sowie Oldenburger Südfrüchte.
Da die Kartoffelernte im Herbst 1916 eine Missernte war, wurden Steckrüben als Ersatz herangezogen.
Sie waren vorher hauptsächlich als Schweinefutter angebaut worden.
Da viele Lebensmittel in Deutschland knapp waren, dienten Steckrüben als Basis für die verschiedensten Gerichte, 1917 erschienen eigens Steckrüben-Kochbücher.
So gab es Rezepte für Steckrüben-Marmelade, Aufläufe, Suppen, Sauerkraut-Ersatz aus Steckrüben und sogar Steckrüben-Kaffee.
Das Rezept lautete: „Steckrüben raspeln und im Ofen trocknen. Die getrockneten Rübenschnitzel werden dann durch eine Kaffeemühle gedreht. Wie normales Kaffeemehl behandeln.“

Bis zu 1,5 kg schwer kann die Steckrübe mit ihrer gelben bis braun rötlichen Schale werden.

Überraschend vielfältig sind ihre Zubereitungsmöglichkeiten:
Ob als Gemüse, Püree, gebraten als Gemüsesteak, in Aufläufen oder als Zutat in Eintöpfen - immer schmeckt sie ausgezeichnet und überzeugt mit leicht süßlichen und pikanten Geschmacksnuancen. Auch „Steckrübenfritten“, in Stäbchen geschnitten und in Rapsöl frittiert, sind eine leckere und originelle Speise.

Zur Zubereitung werden Steckrüben in der Regel geschält, in dicke Stifte oder Würfel geschnitten, mit Fett und Flüssigkeit gedünstet und nach Rezept weiterverarbeitet.


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Angeregt durch den Inhalt meiner wöchentlichen Biokiste geht es nun um alte Gemüsesorten, die wieder im Trend sind.
Heute: Topinambur.

So<br /> sieht die Blüte der Topinambur-Pflanze aus ©ilmartino/Flickr

Der Name klingt asiatisch, aber Topinambur war bis Ende des 18. Jahrhunderts ein Grundnahrungsmittel in Deutschland. Überlebende einer Hungersnot unter französischen Auswanderern in Nordamerika schickten 1610 einige der unbekannten Knollen, die ihnen das Leben gerettet hatten, nach Europa, auch in die “Hauptstadt der Küche” nach Paris sowie in den Vatikan als Sammelplatz für Wunder aller Art. Zuerst wurde die Topinambur als Nutzpflanze gezüchtet, die Knollen wurden erst Jahre später ein wichtiges Nahrungs- und Futtermittel. Dann fanden sie jedoch rasche Verbreitung, wurden aber bereits ab etwa 1780 durch die Kartoffel vom Speiseplan verdrängt.

Die Topinambur-Pflanzen zählen zur selben Gattung wie die Sonnenblume.
Mancherorts in Baden wird Topinambur auch nur als Erdapfel bezeichnet.
Ebenso wie die Sonnenblume hat Topinambur große Blätter und kräftig-gelbe Blüten.
Weitere Namen für die Pflanze sind auch Erdartischocke, Erdäpfel, Erdbirne, Und dies ist die eigentliche Topinambur-Frucht, nämlich die Wurzel ©turbodiesel/FlickrErdschocke, Erdsonnenblume, Ewigkeitskartoffel, Indianerknolle, Jerusalemartischocke, Kleine Sonnenblume, Knollensonnenblume, Rosskartoffel oder auch Zuckerkartoffel. Die Bezeichnung Erdbirne (Erdäpfel) wird in Süddeutschland, Österreich und in der Schweiz auch als Name für die Kartoffel verwendet, also nicht verwechseln.

100 Gramm Topinambur haben einen Brennwert von 140 Kilojoule (circa 30 kcal) und enthalten in etwa 14 mg Kalzium, 3,4 mg Eisen, 4 mg Natrium, 2 mg Vitamin A (RE) und 4 mg Vitamin C. Sie bestehen aus etwa 78 % Wasser, 2,4 % Eiweiß, 0,4 % Fett, 17,4 % Kohlenhydraten und 1,6 % Ballaststoffen. Aber Vorsicht, Blähungen sind auch inklusive!
Die Knollen sind bei Diabetikern beliebt, da sie zu 16 % aus Kohlenhydraten in Form des Mehrfachzucker Inulin (nicht mit dem Hormon Insulin zu verwechseln!) bestehen.

Die Knolle kann sowohl roh als auch gekocht verzehrt werden.
Für die Zubereitung wird Topinambur gut abgebürstet und anschließend ähnlich den Kartoffeln gekocht, gedämpft oder gebraten. Im Salat schmeckt roher Topinambur süßlich, nussartig.


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Schoki macht schön!

Autor: Ariane
abgelegt in: Warenkunde

Schokolade ist lecker, macht glücklich, ist gesund fürs Herz- und jetzt macht sie auch noch schön! :-)

Schoki macht glücklich, gesund und schön! Aber natürlich nur in Maßen genossen ;-)  ©jessicafm/Flickr

Ist es nicht herrlich, wenn man Meldungen bekommt, dass die Dinge, die man genießt, die schmecken, die kulinarische Highlights sind, auch noch gesund sind und schön machen? ;-) Nach Wein und Bier nun auch die Schokolade- was für ein Tag!

Schoko-Genuss ohne Kalorien-Reue erleben die Fachbesucher der 32. CADEAUX Leipzig vom 23. bis 25. Februar 2008. Im Forum “Wellness/ Beauty” bietet die Firma Arnold ein sündhaft verführerisches Angebot:
Massagen mit warmer, zart schmelzender Schokolade, die Haut und Seele gleichermaßen verwöhnen.

“Bei einer Weiterbildung in Sachen Wellness sind wir auf die so genannte ‘Choocoa-Massage’ aufmerksam geworden”, erklärt Katrin Arnold

Unbehandelte Schokoladen-Rohmasse wird erwärmt, mit Mandelöl vermischt, langsam auf den Körper gegossen mit weichen Streichbewegungen unter sanftem Druck einmassiert. Die behandelte Haut an Rücken, Beinen und Dekolletee wird dabei samtig und geschmeidig - “streichelzart”, wie es Katrin Arnold nennt.

“Durch die verschiedenen Wirkstoffe, die im Kakao enthalten sind, wird unter anderem der Stoffwechsel angeregt, die Elastizität der Haut erhöht und der Alterungsprozess der Hautzellen gebremst”, erläutert die 35-jährige Physiotherapeutin. “Darüber hinaus ist die Massage auch eine Wohltat für die Seele. Das in der Schokolade enthaltene Phenylethylamin gelangt über das Blut ins Gehirn, wo es die Ausschüttung des Glückshormons Serotonin bewirken kann.”

Zum Naschen ist die Behandlung nicht geeignet, aber ein großartiges Vergnügen für Schoki-Fans. Schließlich ist der gesamte Körper von Schokolade umhüllt!
Katrin Arnold empfiehlt die Choocoa-Massage speziell für sensible, allergiegeplagte Haut, denn Kakaobutter ist besonders feuchtigkeitsspendend und rückfettend.

Damit es nicht bei der Theorie bleibt, wird die Schokoladen-Massage an allen drei Messetagen praktisch demonstriert und fachmännisch erläutert. Die rund 30-minütigen Vorführungen finden mehrmals täglich am Stand I 402 in Halle 2 statt.

Das Vergnügen werde ich mir ganz sicher nicht entgehen lassen! Denn bei mir gilt ohnehin:

Warnung! ©procsilas/Flickr


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Unterschiedliche Länder und Regionen haben oft auch unterschiedliche Bezeichnungen für dieselben Leckerbissen.
Fragt man einen Wiener, wie das lange, knackige Würstchen heißt, wird er sicher antworten “Na Frankfurter!”. Fragt man einen Frankfurter nach dem Würstchen, heißt es auf einmal “Wiener”. Gleiches Spiel bei dem in Schmalz ausgebackenen und gefüllten Krapfen, der mal Berliner, mal Pfannkuchen und manchmal sogar Krapfen heißt. Wieso dieses babylonische Sprachwirrwarr?

Berlin, Krapfen oder Pfannkuchen, egal unter welcher Bezeichnung, lecker sind sie immer.Unter einem “Berliner” versteht man in den meisten Teilen Deutschlands nicht nur den Einwohner der bundesdeutschen Hauptstadt, sondern auch einen in Fett ausgebacken und mit Konfitüre (meist Erdbeer- oder Himbeermarmelade) befüllten süßen Krapfen. Dieser wird mit Puderzucker oder Zuckerguss gekrönt und traditionell vor allem an Silvester und Fasching/ Karneval verzehrt.
Möchte man ein solches Gebäck nun in Berlin oder im südlichen Osten in einer Bäckerei erstehen, sollte man tunlichst einen “Pfannkuchen” bestellen, während man im Ruhrgebiet eher von einem “Berliner Ballen” und im Südlichen Westen von einem “Krapfen”, “Fastnachtsküchelchen” oder “Kreppel” spricht. Im Alpenraum heißt er wiederum “Faschingskrapfen”. In Frankreich spricht man vom “Boule de Berlin”, also der französischen Ruhrgebiets-Variante, von der auch die Portugiesen reden, wenn sie von einer “Bolas de Berlim” schwärmen. Und die Finnen essen gerne einen “Berliininmunkki”- einen “Berliner Mönch”.
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