Immer wieder die gleichen Gerichte zu Weihnachten. Klar, Tradition ist was Feines, aber man könnte durchaus einmal etwas Neues ausprobieren.
Gänsebraten zu Weihnachten ist vielen zu aufwändig. Die in Berlin traditionellen Würstchen mit Kartoffelsalat zu Heiligabend sind beileibe nichts Besonderes und Karpfen ist auch nicht jedermanns Sache.
Anstelle des traditionellen Gänsebratens bietet sich ein ebenso delikates Gericht an: Hummer ist geschmacklich abwechslungsreich und hat immer den Hauch des Exklusiven. Mittlerweile kann man ihn tiefgefroren erwerben, man muss ihn dann nur über Nacht auftauen lassen.
Die Zubereitung selbst ist denkbar einfach - der Hummer muss lediglich fünf Minuten kochen, ein frischer Salat, sowie Baguette und ein Dressing runden das Festessen ab. Pro Person sollte einer der Panzerkrebse zur Verfügung stehen. Das Fleisch lässt sich relativ einfach aus der festen Schale holen.
Eingelegte Zitronen sind eine nordafrikanische Spezialität und werden viel und oft verwendet.
Bei diesem Rezept kann man die eingelegten Zitronen gleich mal austesten.
Zutaten:
- 1 Huhn (Maispoularde, Schwarzfuß o.ä.)
- 3 Zwiebeln, rot
- 150 gr. Oliven, entsteint (idealerweise rote Oliven, da die hierzulande aber schwer zu bekommen sind, gehen auch grüne und schwarze)
- 300 gr. Couscous (Instant) weiterlesen »
In Marokko bekommt man sie in fast jedem Geschäft und auf jedem Markt, in Deutschland sieht es dagegen düster aus.
Also macht man sich diese marokkanische Spezialität am besten einfach selbst!
Das hat noch einen weiteren Vorteile, denn die eingelegten Zitronen sehen in einem entsprechenden Glas bildhübsch aus und eignen sich daher auch perfekt als Geschenk.
Das Wichtigste: die Zitronen müssen so dünnschalig wie nur möglich sein, denn Früchte mit dicken Schalen sind leider nicht zu verwenden.
Eingelegte Zitronen
Zutaten:
- 10 Stück unbehandelte Bio-Zitronen, mit so dünner Schale wie nur möglich
- Zitronensaft
- Salz
- Wasser
Zubereitung:
Die Zitronen mit der Wurzelbürste in heißem Wasser ordentlich abbürsten und trockenreiben, dann mit einem Kreuzschnitt von zwei Seite einschneiden, ohne die Früchte durchzuschneiden; sie müssen in einem Stück erhalten bleiben.
Die Zitronen leicht öffnen und mit je 1 TL Salz einreiben und wieder fest zusammendrücken, bis etwas Saft läuft. Den Saft auffangen.
Die Zitronen nun in einem Einmachglas mit Schraubdeckel (gibts z.B. günstig bei Ikea) dicht an dicht einlegen, evt. etwas andrücken.
Wenn das Glas voll ist, alles mit etwas Zitronensaft und Wasser auffüllen und verschließen.
Die im Glas eingelegten Zitronen einem dunklen, kühlen Ort für etwa 30 Tage aufbewahren und reifen lassen.
Die eingelegten Zitronen passen zu allen Fleisch- und Geflügelgerichten. Bei Verwendung der Zitronen muss das Gericht nicht mehr stark gesalzen werden, da die Zitronen das Ganze schon sehr salzig schmecken lassen.
Meist wird von den Zitronen nur die Schale gegessen, denn das Fruchtfleisch wird durch den Vorgang des Einsalzens bitter.
Wer es bitter mag, der kann die Zitronen in Scheiben schneiden und für die letzten Minuten der Garzeit des jeweiligen Gerichtes mit beigeben.
Als Variante kann man das Ganze auch mal mit Limonen probieren.
Marzipan gehört zum Winter wie der Weihnachtsmann zu Weihnachten. Der Süßteig aus Zucker, Mandeln und Rosenwasser ist nicht nur köstlich, sondern auch sehr vielseitig.
Hierzulande bringt man Marzipan unweigerlich mit der Hansestadt Lübeck in der Verbindung, obwohl es sich bei der Süßigkeit keineswegs um eine hanseatische, sondern eine persische Erfindung handelt, die ursprünglich orientalischen Haremsdamen das Leben versüßte.
Bereits die Kreuzritter lernten auf ihren Raubzügen das Marzipan schätzen und brachten es nach Venedig mit.
Hanseleute sorgten dann um 1200 für eine Verbreitung bis in den hohen Norden. Noch bis in das Jahr 1450 stellten vorwiegend Apotheken Marzipan her.
Beigemengt in Medizin versüßte es so manch bittere Pille.
Doch die Herstellung blieb so teuer, dass sich nur Adlige und reiche Hansekaufleute die Köstlichkeit leisten konnten, sei es als Medizin oder zum Genuss.
Ab 1800 änderten sich die Produktionsbedingungen. Der Anbau der Zuckerrübe in Mecklenburg-Vorpommern machte teure Übersee-Importe des Zuckers überflüssig und so verbilligte sich die Produktion des Marzipans erheblich.
Doch erst im Jahre 1800, als ein Konditorgeselle namens Johann Georg Niederegger aus Ulm kommend, die Maretsche Conditorey am Lübecker Markt übernahm, begann das Marzipanwunder der Hansestadt Lübeck. Gemeinsam mit 28 weiteren “Marcipan-Fabrikanten” wurde um 1900 nicht in Pfunden, sondern in Zentnern produziert. weiterlesen »
Für die besonderen Anlässe lässt man schon mal einen Hummer knacken. Doch das Essen und Zerlegen ist in der Tat eine Kunst für sich. Ursprünglich war das Hummer-Essen eine Sache armer Leute, da es früher derart viele gab.
Traditioneller Weise werden Hummer lebend in kochendes Wasser geworfen. Wer das nicht über’s Herz bringt, sollte überlegen sich einen tiefgekühlten Hummer zu kaufen. Wer damit kein Problem hat, sollte beim Kauf darauf achten, dass der Hummer sich noch bewegt und nicht lahm wirkt. Das Wasser sollte mit Gewürzen, Knoblauch und beispielsweise Weißwein versetzt sein.
Der Hummer kocht je nach Größe unterschiedlich lang und damit ändert sich die Farbe in das bekannte Rot. Ein 500 Gramm schweres Tier sollte 10 bis 15 Minuten gekocht werden. Ein Hummer, der drei Kilogramm wiegt, braucht ungefähr 45 Minuten bis er gar ist. Fertig ist der Hummer, wenn das Fleisch weiß und fest ist. Tiefkühl-Hummer brauchen nach dem Auftauen nur fünf bis zehn Minuten.
Das Zerlegen und Verzehren
Den gekochten Hummer hält man auf einem Schneidebrett ganz fest. Der Schnitt mit einem großen, scharfen Messer oder einer Hummerschere setzt man entlang der Symmetrie-Achse an. Achtung: Der dunkle Teil des Hummers ist der Darm - in der Nähe des Schwanzes. Diesen kann man aber einfach herausziehen.

Ein Hummer wird erst nach dem Kochen rot.
Die Scheren der Hummer muss man mit einer Hummerzange “knacken”. So bezeichnet man das Abdrehen der Scheren. Das jetzt sichtbare Fleisch kann man mit einer Gabel oder einem kleinen Stoßwerkzeug herauspuhlen.
Das meiste Fleisch erhält man vom Schwanz und von den Scheren. Das Fleisch in den Beinen ist aber auch genießbar. Als Dipp eignet sich Cocktailsauce.
Ein weit verbreitetes Vorurteil lautet: Guter Wein muss viel Geld kosten. Ist das wirklich so? Sollte man besser beim Discounter oder doch beim Weinhändler aus Frankreich kaufen?
Qualität hat natürlich immer seinen Preis. Dieser setzt sich beim Wein aus verschiedenen Faktoren zusammen. Schöne Flaschen, ansprechende Etiketten und historische Weingüter mit einzigartigen Verkostungsräumen werden mit Sicherheit einen höheren Preis erzielen müssen, als Weine die unter günstigeren Bedingungen produziert werden.
Billige Weine aus dem Supermarkt werden häufig unterschätzt und auf Grund ihres niedrigen Preises weniger gekauft als die teuren Produkte. Dabei haben Marktforscher herausgefunden, dass auch billige Weine den Kunden schmecken.
Also, es gilt die Devise:Probieren geht über studieren. Es gibt, egal ob mein Fachhändler oder im Supermarkt, Weine die einen vom Geschmack her ansprechen oder eben nicht. Finden Sie selbst heraus, welcher Weintyp sie sind.
In der Artischocke liegt eine wahre Delikatesse verborgen, die sich erst im siedenden Wasser offenbart. Denn die Artischocken müssen gekocht sein, um sie delikat genießen zu können. Die Artischocken werden mit Mehl, Zitrone und Petersilie gekocht und unter einem feuchten Tuch abgekühlt. Dann werden die schuppenähnlichen Blütenblätter der Knospe abgezogen und abgepellt, und die dünne Schicht Fleisch in eine Vinaigrette eingetaucht und mit den Zähnen abgezogen. Ein wahrlich köstlicher und auch gesunder Genuss. Aber die Artischocken sollten frisch genossen werden, um die Geschmacksknospen zu beleben. Insbesondere der innere Blütenboden, der weich und fest sowie bitter und sauer ist, soll einen besonderen Genuss bringen.
Desserts werden selbst von Liebhabern der gehobenen Küche immer etwas stiefmütterlich behandelt, dabei zeigt sich gerade hier, wie kreativ ein Koch wirklich ist. Am Ende des Menüs noch einmal ein Feuerwerk an Formen, Farben und Geschmack kreieren zu können, ist eine wahre Kunst.
Eben dies muss Ferran Adria gewollt haben, als die Espumas erfand. Der legendäre Meister der Molekularküche soll so seine Schwierigkeiten mit einer Mousse au chocolat haben, weshalb er sich eines Siphons bediente und nebenbei die Espumas erfand. Der Begriff „Espumas“ stammt aus dem Spanischen und bedeutet „Schaum“. Damit ist die prägende Eigenschaft dieses Desserts auf treffende Art und Weise beschrieben, denn Espumas sind quasi Schaumspeisen, denen geschmacklich kaum Grenzen gesetzt sind. Die Variationsmöglichkeiten reichen dabei von herzhaft über sauer bis hin zu himmlisch süß.
Wichtigsten Hilfsmittel bei der Herstellung von Espumas ist der iSi Gourmet Whip, eine Sahnebereiter.
An dieser Stelle noch ein leckeres Rezept für Mango Espuma (6 Personen)
• 350 Mango (entsteint)
• 60g Puderzucker
• 10ml Zitronensaft
• 2 Blätter Gelatine
• 120ml Orangensaft
Zubereitung: Zunächst sollte die Gelatine in kaltem Wasser eingeweicht werden, während alle anderen Zutaten gemeinsam aufgekocht und anschließend fein püriert werden. Die Gelatine nun in das Püree geben und das gesamte Gemisch rund drei bis vier Stunden im Kühlschrank abkühlen lassen. Kurz vor dem Servieren die Masse in den iSi Gourmet Whip geben und in dekorative Schälchen oder Dessertgläser schäumen. Voila – fertig ist das leckere Dessert.
Schon eher für fortgeschrittene Hobby-Gourmetköche ist diesen Rezept für Seeteufel mit grünem Spargelschaum. Auch hier sind die Angaben für zwei Personen.
Zutaten:
Für den Spargelschaum:
Seeteufel:
Zubereitung:
Das untere Drittel der Spargelstangen schälen und die Enden abschneiden.
Den Spargel in Stücke schneiden und in den kochenden Gemüsefond, zusammen mit einer Prise Salz und Zucker, geben.
Etwa fünf Minuten kochen und dann die Spargelköpfe aus dem Wasser heben.
Die restlichen Stücke in der Brühe mit dem Stabmixer pürieren.
Die eiskalte Butter flöckchenweise unterrühren (nicht mehr kochen!) und mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.
Die Fischfilets abspülen und trocken tupfen.
Mit Salz und Pfeffer würzen und in dem Dinkel-Mehl wenden. Das überschüssige Mehl abklopfen.
Die Filets in der heißen Öl-Butter-Mischung von jeder Seite bei mittlerer Hitze fünf Minuten braten und auf der Herdplatte bei ausgeschalteter Hitze noch etwa fünf Minuten ziehen lassen.
Die Seeteufelportionen auf vorgewärmte Teller geben und mit den Limettenscheiben garnieren.
Den Spargelschaum eventuell noch einmal kurz erwärmen, mit dem Stabmixer aufschlagen und über den Fisch geben.
Von den Spargelspitzen noch einige Scheibchen abschneiden und zusammen mit den Spitzen auf den Spargelschaum geben.
Köstlich als Beilage sind Bandnudeln oder auch Walnussbrot!
Wer Seeteufel einmal selbst zubereiten möchte, aber noch unsicher ist, für den habe ich hier ein ganz simples, aber umso schmackhafteres Rezept für zwei Personen.
Zutaten:
Zubereitung:
Den Fisch in Stücke schneiden und mit der fein gehackten Zwiebel zusammen andünsten.
Den Reis dazu geben und alles mit dem Wasser ablöschen. Die Krabben ebenfalls dazu geben. Den Reis gar kochen und dann zuletzt die Kräuterbutter und die passierten Tomaten zugeben.
Nach Belieben würzen.
Tipp: Statt Wasser einfach Brühe und Weißwein im Verhältnis 3:1 nehmen!