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Alte Gemüse neu entdeckt: Topinambur

Autor: Ariane
abgelegt in: Allgemein

Angeregt durch den Inhalt meiner wöchentlichen Biokiste geht es nun um alte Gemüsesorten, die wieder im Trend sind.
Heute: Topinambur.

So<br /> sieht die Blüte der Topinambur-Pflanze aus ©ilmartino/Flickr

Der Name klingt asiatisch, aber Topinambur war bis Ende des 18. Jahrhunderts ein Grundnahrungsmittel in Deutschland. Überlebende einer Hungersnot unter französischen Auswanderern in Nordamerika schickten 1610 einige der unbekannten Knollen, die ihnen das Leben gerettet hatten, nach Europa, auch in die “Hauptstadt der Küche” nach Paris sowie in den Vatikan als Sammelplatz für Wunder aller Art. Zuerst wurde die Topinambur als Nutzpflanze gezüchtet, die Knollen wurden erst Jahre später ein wichtiges Nahrungs- und Futtermittel. Dann fanden sie jedoch rasche Verbreitung, wurden aber bereits ab etwa 1780 durch die Kartoffel vom Speiseplan verdrängt.

Die Topinambur-Pflanzen zählen zur selben Gattung wie die Sonnenblume.
Mancherorts in Baden wird Topinambur auch nur als Erdapfel bezeichnet.
Ebenso wie die Sonnenblume hat Topinambur große Blätter und kräftig-gelbe Blüten.
Weitere Namen für die Pflanze sind auch Erdartischocke, Erdäpfel, Erdbirne, Und dies ist die eigentliche Topinambur-Frucht, nämlich die Wurzel ©turbodiesel/FlickrErdschocke, Erdsonnenblume, Ewigkeitskartoffel, Indianerknolle, Jerusalemartischocke, Kleine Sonnenblume, Knollensonnenblume, Rosskartoffel oder auch Zuckerkartoffel. Die Bezeichnung Erdbirne (Erdäpfel) wird in Süddeutschland, Österreich und in der Schweiz auch als Name für die Kartoffel verwendet, also nicht verwechseln.

100 Gramm Topinambur haben einen Brennwert von 140 Kilojoule (circa 30 kcal) und enthalten in etwa 14 mg Kalzium, 3,4 mg Eisen, 4 mg Natrium, 2 mg Vitamin A (RE) und 4 mg Vitamin C. Sie bestehen aus etwa 78 % Wasser, 2,4 % Eiweiß, 0,4 % Fett, 17,4 % Kohlenhydraten und 1,6 % Ballaststoffen. Aber Vorsicht, Blähungen sind auch inklusive!
Die Knollen sind bei Diabetikern beliebt, da sie zu 16 % aus Kohlenhydraten in Form des Mehrfachzucker Inulin (nicht mit dem Hormon Insulin zu verwechseln!) bestehen.

Die Knolle kann sowohl roh als auch gekocht verzehrt werden.
Für die Zubereitung wird Topinambur gut abgebürstet und anschließend ähnlich den Kartoffeln gekocht, gedämpft oder gebraten. Im Salat schmeckt roher Topinambur süßlich, nussartig.


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  1. Topinambur als Rohstoff | Absolut Bio schreibt:

    […] hätte das gedacht: Topinambur, in Deutschland schon seit 1610 bekannt und zeitweise Grundnahrungsmittel, ist nicht nur zum Essen […]

  2. Altbekannt, aber immernoch lecker: Steckrüben. | Geschmacksknospen schreibt:

    […] zählt zu den sogenannten “alten Gemüsen“, war zeitweise als Arme-Leute-Essen verschrien und unbeliebt und wird nun wieder […]

  3. Annette schreibt:

    Oh, Kader Loth hat beim perfekten Promidinner letzte oder vorletzte Woche auch Püree aus Topinambur gemacht. Hört sich auch viel besser an als “Kartoffelbrei”… ;-)

  4. locutus schreibt:

    schmeckt wirklich gut, das zeug! kann ich uneingeschränkt weiterempfehlen. aber warum wird das in “teilen badens” als erdapfel bezeichnet?? kennen die da noch keine kartoffeln? die heissen doch normalerweise so…

  5. WEBER schreibt:

    GUTEN TAG!Ich schreibe aus paraguay,und mochte kaufen 1 kilogramm topinambur fur probiren pflanzen in Paraguay.ich mochte fragen wievil kostet,werden bezahlen meine Verwandte fur Sie und die schicken weiter fur mich.Danke.warte Antwort

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