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Altbekannt, aber immernoch lecker: Steckrüben.

Autor: Ariane
abgelegt in: Allgemein

Sie zählt zu den sogenannten “alten Gemüsen“, war zeitweise als Arme-Leute-Essen verschrien und unbeliebt und wird nun wieder populärer: die Steckrübe.

So schaut die Steckrübe angeschnitten aus ©Rainer Zenz/Wikipedia

Steckrüben oder Kohlrüben, auch Erdrüben, Schmalzrüben, Bodenkohlrabi, Unterkohlrabi, Dorschen, Ramanken (nur in der Osnabrücker Gegend), Wruken, Kullochen, Schwedische Rüben, Rutabaga genannt, sind eine zu den Kreuzblütlern gehörende Gemüseart.
Die Pflanze gehört zur gleichen Spezies wie der Raps und ist auch mit Kohl und Senf eng verwandt.
Sie ist zu unterscheiden von der Speiserübe

In Notzeiten waren Steckrüben mehrfach die letzte Nahrungsreserve für einen Großteil der Bevölkerung.
In die Geschichte eingegangen ist der so genannte deutsche Steckrübenwinter während des ersten Weltkriegs 1916/1917 (”Früh Kohlrübensuppe, mittags Koteletts von Kohlrüben, abends Kuchen von Kohlrüben”), weshalb die Steckrübe damals auch Hindenburg-Knolle genannt wurde.
Andere Begriffe waren je nach Region ostpreußische oder lippische Ananas sowie Oldenburger Südfrüchte.
Da die Kartoffelernte im Herbst 1916 eine Missernte war, wurden Steckrüben als Ersatz herangezogen.
Sie waren vorher hauptsächlich als Schweinefutter angebaut worden.
Da viele Lebensmittel in Deutschland knapp waren, dienten Steckrüben als Basis für die verschiedensten Gerichte, 1917 erschienen eigens Steckrüben-Kochbücher.
So gab es Rezepte für Steckrüben-Marmelade, Aufläufe, Suppen, Sauerkraut-Ersatz aus Steckrüben und sogar Steckrüben-Kaffee.
Das Rezept lautete: „Steckrüben raspeln und im Ofen trocknen. Die getrockneten Rübenschnitzel werden dann durch eine Kaffeemühle gedreht. Wie normales Kaffeemehl behandeln.“

Bis zu 1,5 kg schwer kann die Steckrübe mit ihrer gelben bis braun rötlichen Schale werden.

Überraschend vielfältig sind ihre Zubereitungsmöglichkeiten:
Ob als Gemüse, Püree, gebraten als Gemüsesteak, in Aufläufen oder als Zutat in Eintöpfen - immer schmeckt sie ausgezeichnet und überzeugt mit leicht süßlichen und pikanten Geschmacksnuancen. Auch „Steckrübenfritten“, in Stäbchen geschnitten und in Rapsöl frittiert, sind eine leckere und originelle Speise.

Zur Zubereitung werden Steckrüben in der Regel geschält, in dicke Stifte oder Würfel geschnitten, mit Fett und Flüssigkeit gedünstet und nach Rezept weiterverarbeitet.


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  1. Steckrübeneintopf | Geschmacksknospen schreibt:

    […] Nordlicht zähle es sogar zu meinen Lieblingsgerichten und freue mich jedesmal, wenn ich eine Steckrübe in meiner Biokiste […]

  2. locutus schreibt:

    auch die kann man nur empfehlen!

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