Aachener Printen sind nicht nur in der Vorweihnachtszeit ein Hit. Auch für Fleischgerichte werden sie gern zum verfeinern verwendet. Der leckere Lebkuchen verdankt seinem Namen der Stadt Aachen, in dem er angeblich auch seinen Ursprung hat. Der Name „Aachener Printe“ ist zudem von der EU als Herkunftsbezeichnung geschützt worden.
Aachener Printen stammen wahrscheinlich aus dem 18. Jahrhundert, genauer aus Belgien. Denn in dem Ort Dinant kennt man diese „Gebildbrote“ schon seit vielen hundert Jahren. Vermutlich gelangte sie damals als Mitbringsel nach Aachen, wo man dann die ersten eigenen Printenformen herstellte. Die süße Sünde setzte sich im Laufe der Jahre durch.
Aachener Printen sind ein Traditionsgebäck
So wurde die deutsche Gingerbread Variante zunächst von Apothekern verkauft, da man den Printen eine heilende Wirkung nachsagte. Heute erfreut man sich besonders in der Weihnachtszeit dieser süßen Köstlichkeit. Im Unterschied zu Nürnberger Lebkuchen werden Aachener Printen mit dem Sirup aus der Zuckerrübe gesüsst und nicht mit Honig. Dadurch dass man zur Printenherstellung Rübenzucker verwendet wird der Teig etwas zäher und der Geschmack eine Nuance herber, so dass man Aachener Printen auch zum verfeinern von zum Beispiel Sauerbraten verwendet. Falls Ihr generell mit dem Gedanken spielt im Winter nach Aachen zu fahren, könnt Ihr hier noch mehr Nützliches rund um die Stadt erfahren.
Ein exaktes Rezept für die Printenzubereitung gibt es leider nicht, da die Gewürzmischung ein Geheimniss der Aachener Hersteller bleibt. Doch unter anderem bestehen die Printen aus Zimt, Anis, Nelken sowie Kardamon, Piment, Koriander, Ingwer und Orangeat. Die Achener Printen zeigen sich heut weitaus vielfältiger als noch vor 100 Jahren. So kann man heute bei der Weihnachts-Nascherei wählen zwischen:
- Naturprinten (auch Kräuterprinten genannt)
- Printen mit Schokoladenüberzug
- Printen mit Mandeln oder Nüssen
- Prinzessprinten (mit Zuckerglasur)
- Weichprinten (mit Saft oder Marzipan)
Diese besondere Art des Aachener Lebkuchens kann man natürlich auch bestens verschenken oder als Adventsgebäck reichen. Wissenswertes über die neusten Keksdosen, in denen die Printen Platz finden, kann man auf dieser Seite nachlesen.
Dezember 6th, 2011 um 12:00
Leider sind das auf dem Foto KEINE Printen, sondern Lebkuchen.